Herzlich Willkommen in der CardioPraxis Vilshofen Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Es erwartet Sie mit Prof. Dr. med. Rüdiger von Harsdorf ein Kardiologe mit jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung in leitenden Positionen in renommierten kardiologischen Fachkliniken wie in internationalen Forschungseinrichtungen.
Ein erfahrenes Team wird Sie aufmerksam betreuen und Ihnen hilfsbereit zur Seite stehen.
Zur Diagnose nutzen wir in unserer Praxis viele modernste Geräte und Behandlungsmethoden. Einige präventive und therapeutische Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen und TEE führt Prof. von Harsdorf für seine Patienten selbst im Klinikum Vilshofen durch.

Informieren Sie sich über unser Angebot hier auf unserer Homepage oder nehmen Sie gerne direkt zu uns Kontakt auf!

                          ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Urlaubszeiten der Praxis:

Brückentag Fronleichnam:             12. Juni 2020
Sommerferien:                              3. bis 14. August 2020


                         +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Neues aus der Medizin:

 

11.05.2020: Kann eine Eisentherapie bei Herzschwäche helfen?

Was bedeutet Eisenmangel für geschwächte Herzen und was bewirkt eine Eisentherapie? Diese Fragen will ein Forschungsvorhaben am Göttinger Herzzentrum aufklären.

Eisenmangel bei gesunden Menschen ist in der Regel gut behandelbar und bei ärztlicher Versorgung komplikationslos. Bei Menschen mit Herzschwäche hingegen ist der Mangel an Eisen im Blut ein häufiger Auslöser für einen Krankenhausaufenthalt. „Eisenmangel gilt heute als eine Begleitkrankheit der Herzschwäche und kann auch ohne jede Blutarmut vorliegen. Eine standardmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzschwäche ist deshalb wichtig“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, und warnt: „Ein chronisch niedriger Eisenwert im Blut kann die Herzinsuffizienz sogar dramatisch verstärken.“

Eisenmangel führt insbesondere zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche der meist ohnehin geschwächten Herzpatienten und beeinträchtigt deren Lebensqualität. Umgekehrt weiß man, dass eine intravenöse Eisenzufuhr zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu weniger Krankenhausaufenthalten bei den Patienten führt. „Forschungsergebnisse für die Weiterentwicklung dieser noch neuen Therapieoption und die Entwicklung neuer Therapieansätze sind deshalb notwendig“, unterstreicht Andresen. Insbesondere über die genauen Zusammenhänge zwischen Eisenmangel in den Herzmuskelzellen, dem Eisenstoffwechsel und der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bedarf es weiterer medizinischer Erkenntnisse. Ein wichtiger Schritt hierfür ist getan: die Deutsche Herzstiftung fördert mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung mit 60.000 Euro das Forschungsvorhaben „Einfluss von Eisensubstitution auf die Herzinsuffizienzentwicklung“ unter der Leitung von Prof. Dr. med Karl Toischer, Kardiologe am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen.

Lesen Sie hierzu mehr:

17.04.2020: Höheres Komplikationsrisiko mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch COVID-19

Die Gründe, warum Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitserlauf nach einer Corona-Infektion haben, erläutert ein Internist im Interview.

Angesichts der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 herrscht bei Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen derzeit besondere Verunsicherung über Risiken und zu ergreifende Maßnahmen. Axel Bauer, Direktor der Innsbrucker Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie und Angiologie, beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.

Warum haben Personen mit Vorerkrankungen des Herzens im Vergleich zu PatientInnen mit anderen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem neuen Coronavirus CoV-2?

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen haben Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingeschränkte Reserven und können die zusätzliche Belastung einer Infektionserkrankung schlechter kompensieren. Zum anderen kann die Immunabwehr bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschwächt sein. Des Weiteren kann das Virus neben der Lunge auch das Herz im Sinne einer akuten Herzmuskelschädigung direkt angreifen. In Wuhan war das bei fünf der 41 ersten PatientInnen mit COVID-19 der Fall. Diesen zusätzlichen Angriff stecken PatientInnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen schlechter weg. Zuletzt könnte es jedoch auch spezifische Mechanismen geben, die bislang nicht verstanden sind. Insbesondere die Häufung von Bluthochdruck und schweren Verläufen von COVID-19 scheint mir auffällig.

Lesen Sie hierzu mehr:

13.04.2020: Corona, Sport und das Immunsystem

Wenn es zu einer Corona-Infektion kommt, ist es vorteilhaft, gesundheitlich und in Bezug auf die eigene Fitness bestmöglich aufgestellt zu sein. Sport kann dazu beitragen.

Vonseiten der Politik werden umfangreiche Maßnahmen getroffen, um die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird, einzudämmen. Laut Fachleuten bleibt das Risiko einer Infektion für einen Großteil der Bevölkerung dennoch bestehen. Wie Sport das Immunsystem beeinflusst und damit zu einem möglicherweise milderen Verlauf der Krankheit beiträgt, erklärt Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, Neurologe und Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn.

„Wenn es zu einer Infektion kommt, ist es vorteilhaft, gesundheitlich und in Bezug auf die eigene Fitness bestmöglich aufgestellt zu sein“, sagt Reinsberger, der sich in seiner Forschung mit klinisch-wissenschaftlicher Leistungs- und Gesundheitsdiagnostik befasst. Der Mediziner ruft zum Handeln auf: „Die körperliche Leistungsfähigkeit und das Immunsystem zu stärken, ist essentiell – in Zeiten von Corona mehr denn je. Auch bislang nicht oder wenig Aktive sollten jetzt trainieren, wenn sie nicht an Krankheitssymptomen leiden. Sport erhält nicht nur die Fitness, sondern hilft dem Körper durch seine Wirkung auf die Abwehrkräfte dabei, mit Infektionen besser fertig zu werden“. Gleichzeitig macht er deutlich: „Das Infektionsrisiko als solches wird nicht verringert. Das Virus betrifft fitte und weniger fitte Menschen gleichermaßen – aber die Verläufe sind vermutlich unterschiedlich.“

Lesen Sie hierzu mehr:

06.03.2020: Coronavirus - Empfehlungen für Herzpatienten

Bei Patienten mit kardiovaskulärer Vorerkrankung kann eine Infektion mit dem Coronavirus COVID-19 Komplikationen hervorrufen. Experten des American College of Cardiology empfehlen u.a. Folgendes.

Die Infektion mit dem neuen Coronavirus (COVID-19) verläuft bei vorerkrankten Patienten weit schwerer als bei zuvor Gesunden. Bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen führen Virusinfektionen häufig zu einer allgemeinen Destabilisierung. Die eingeschränkte Herzfunktion (sog. kardiale Reserve) der Betroffenen kann von den erhöhten metabolischen Anforderungen infolge der Infektion rasch überfordert werden. Insbesondere Virusinfektionen, die die Atemwege angreifen, wie Influenza, SARS, MERS oder COVID-19 stellen dabei eine besondere Herausforderung für das kardiovaskuläre System dar.

Kardiovaskuläre Komplikationen

Vorherige Pandemien mit Grippe, SARS oder MERS führten insbesondere bei der Entwicklung einer Lungenentzündung bei kardialen Risikopatienten häufig zu Verschlechterungen (Exazerbationen) der kardiovaskulären Grunderkrankung und einer akuten Herzinsuffizienz. Bei Patienten mit chronischem Koronarsyndrom konnte es zur Destabilisierung von Plaques und infolgedessen zu Herzinfarkten kommen. Schließlich vergrößerten die bei Herzpatienten häufigen Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, COPD oder chronische Nierenerkrankung das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen noch.

Empfehlungen für kardiale Risikopatienten

Aufgrund der Gefahr, die eine COVID-19-Infektion vor allem für kardiale Risikopatienten darstellt, hat ein Expertengremium des American College of Cardiology u.a. folgende klinische Empfehlungen auf der Grundlage des derzeitigen Wissensstandes erstellt:

  • COVID-19 Patienten mit zugrundeliegender chronischer Erkrankung von Herz, Atmungsapparat, Nieren oder anderen mit Priorität sollten behandelt werden.
  • In Gebieten, in denen COVID-19 aktuell grassiert, sollten Herzpatienten über ihre besonderen Risiken und zusätzliche Schutzmaßnahmen beraten werden.
  • Einige Experten meinen, dass eine rigorose Anwendung leitliniengerechter Empfehlungen zur Stabilisierung von Plaques Patienten mit chronischem Koronarsyndrom zusätzlichen Schutz bieten kann. Die Medikation sollte dabei jedoch auf das Individuum zugeschnitten sein.
  • Der Impfstatus von Patienten mit chronischem Koronarsyndrom sollte stets up to date sein. Insbesondere ein aktueller Pneumokokken- und ein Influenza-Impfschutz wird dringend empfohlen.
  • Die Symptome einer COVID-19 Infektion können die klassischen Symptome und typische Krankheitsbilder eines akuten Myokardinfarkts (AMI) überlagern, sodass das Risiko einer Unterdiagnose besteht.
  • Herzpatienten in Gegenden mit geringem COVID-19-Infektionsrisiko sollten über die weiterhin bestehenden Risiken durch Influenza sowie die enorme Bedeutung von Impfungen und häufigem Händewaschen als Infektionsschutz und einer gewissenhaften Therapieadhärenz als Schutzmaßnahme vor kardiovaskulären Komplikationen im Falle einer Infektion aufgeklärt werden.

Empfehlungen können sich jederzeit ändern

Die COVID-19 Epidemie breitet sich schnell aus und hat ein unscharfes klinisches Profil. Angehörige der medizinischen Berufe sollten daher darauf vorbereitet sein, dass sich die Empfehlungen bei einer neuen Informationslage jederzeit ändern können.

Quelle: Gelbe Liste, Barbara Welsch

Lesen Sie hierzu mehr:


28.02.2020: Anzeichen von Schaufensterkrankheit zeitnah abklären

Schmerzen beim Gehen und kalte Füße können ein Warnzeichen für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder Schaufensterkrankheit sein – einem Vorboten größerer Probleme.

© Lisa F. Young_Fotolia.com

Wenn beim Spaziergang nach den ersten Schritten plötzlich die Beine schmerzen, halten Betroffene das oft für Muskelkater oder -krämpfe. Tritt das Problem immer wieder auf, kann dahinter aber auch die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder Schaufensterkrankheit stecken, warnt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).

Betroffene sollten sich dann beim Arzt untersuchen lassen. Denn wer die Schaufensterkrankheit hat, ist meistens auch Risikopatient für lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Herzinfarkt. Wird die Durchblutungsstörung schnell erkannt, lässt sie sich in der Regel aber gut behandeln - zum Beispiel durch Lebensstil-Maßnahmen, mit denen dann auch das Risiko weiterer Krankheiten sinkt.

Lesen Sie hierzu mehr:


17.02.2020: Essenspausen statt Kalorienreduktion

Tägliches Intervallfasten mit einem auf 10 Stunden limitierten Zeitfenster, in dem Essen erlaubt ist, kann das Gewicht und die Lipidwerte tatsächlich senken. Das berichten Forscher aus den USA.

Die Begrenzung der Nahrungsaufnahme auf ein 10-stündiges Fenster pro Tag fördert die Gewichtsabnahme und verbessert die kardiometabolischen Anomalien beim metabolischem Syndrom, wie aus einer kleinen Pilotstudie von Dr. Michael J. Wilkinson von der University of California in San Diego, USA, und seinem Team hervorgeht (siehe Cell Metabolism, Online-Veröffentlichung am 5.12.2019). „Es wurde viel über das Intervallfasten und das für eine optimale Nutzung der Diätform zu nutzende Zeitfenster diskutiert“, so der Co-Autor der Untersuchung Dr. Satchidananda Panda vom Salk Institute for Biological Studies im kalifornischen La Jolla, USA. „Basierend auf unseren Beobachtungen an Mäusen scheint ein 10-stündiges Zeitfenster die besten Resultate zu liefern. Gleichzeitig ist diese Zeitspanne nicht so restriktiv, dass ein langfristiges Festhalten der Menschen daran nicht möglich sein sollte“, fügt Panda hinzu.

Da die meisten Teilnehmer zu Studienbeginn ein Statin und/oder ein Antihypertensivum einnahmen, addierten sich die beobachteten Effekte einer Nahrungsaufnahme innerhalb eines zeitlichen Fensters zu den medikamentösen Effekten hinzu. In dieser kardiovaskulären Hochrisikogruppe hat eine deutliche Verringerung der Lipide, des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels neben der medikamentösen Therapie erhebliche klinische Auswirkungen, berichten die Untersucher.

In der Studie wurden 19 Teilnehmer (13 Männer und 6 Frauen) mit metabolischem Syndrom dazu angehalten, ihre Mahlzeiten über 12 Wochen auf 10 Stunden innerhalb eines Tages zu begrenzen, wodurch über jede Nacht ein 14-stündiger Fastenzeitraum entstand. Die meisten Teilnehmer waren adipös bei einem durchschnittlichen BMI von 33 kg/m2. Wichtig ist, dass sie nicht aufgefordert wurden, während des 10-stündigen Zeitfensters ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren oder ihre Ernährungsweise in irgendeiner anderen Weise abzuändern, betonen die Untersucher.

Lesen Sie hierzu mehr:


12.02.2020: Wichtiger Faktor des Alterns ist auch der Metabolismus

Wer im jungen bis mittleren Erwachsenenalter (bis zum 40. oder 50. Lebensjahr) weniger isst, wird voraussichtlich älter und das bei besserer Lebensqualität.

© Doc Rabe Media_Fotolia.com

Viele ältere Menschen plagen sich mit Schmerzen in Gelenken und Gewebestrukturen. Wie man das Altern verbessern und ohne allzu große Einschränkungen länger leben kann, darüber referiert Prof. K. Lenhard Rudolph auf dem 30. Kongress des Berufsverbandes für Arthroskopie (BVASK) in Düsseldorf.

Rudolph ist Leiter der Forschungsgruppe Stammzellalterung am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Er verrät: „Bei den Grundlagen des Alterns geht es um die Stammzellen. Sie sind in fast allen Geweben nachweisbar und leider lässt ihre Funktion im Alter nach.“ Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen werden mit jeder Zellteilung die Chromosomen immer instabiler, da die Telomere immer kürzer werden. Irgendwann sind sie so kurz, dass sich unsere Zellen nicht mehr teilen können und absterben. Je kürzer die Telomere, desto kürzer ist also noch die Lebenserwartung. Zum anderen verändert sich mit dem Altern die Blutzirkulation. Die Nischen im Gewebe, in denen die Stammzellen „sitzen“, altern auch, so dass sie die Stammzellen nicht mehr richtig steuern können.

Ein ganz wichtiger Faktor des Alterns ist auch der Metabolismus, der wiederum eng mit der Ernährung zusammenhängt. „Wir können unser Altern über Diät steuern“, so Rudolph. „Wer im jungen bis mittleren Erwachsenenalter, bis zum 40./50. Lebensjahr weniger isst, wird voraussichtlich älter und das bei besserer Lebensqualität“ Das heißt, auch Muskeln, Gewebe und Gelenke würden nicht so schnell altern und verschleißen. Und: sie könnten nach einer Operation wieder schneller heilen – trotz höheren Alters.

Lesen Sie hierzu mehr:


29.01.2020: Wie das Herz altert

Im Alter verliert das Herz seinen hohen Organisationsgrad. Insbesondere Bindegewebszellen, die Fibroblasten, geraten zunehmend außer Kontrolle.

Alter gehört zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) haben nun erforscht, was tief im Herzen passiert, wenn es altert. Dafür haben sie in abertausenden alten und jungen Herzzellen untersucht, welche Gene in ihnen aktiv sind (siehe JCI Insight, Online-Veröffentlichung am 14.11.2019). Ihr Ergebnis: Im Alter verliert das Herz seinen hohen Organisationsgrad. Insbesondere Bindegewebszellen, die Fibroblasten, geraten zunehmend außer Kontrolle.

„Wir haben uns angeschaut, was im gesunden Herz passiert, wenn es unter standardisierten Bedingungen altert“, sagt Dr. Sascha Sauer vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin. Die Ergebnisse offenbaren, wo das alternde Herz besonders verletzlich ist und liefern damit auch eine mögliche Grundlage für neue therapeutische Ansatzpunkte.

Die Wissenschaftler setzten eine neue Methode ein, die Einzelzelltranskriptionsanalyse. Sie ermöglicht es, für jede Zelle gesondert zu analysieren, welche Gene in ihr abgelesen werden. Insgesamt rund 28.000 Herzzellen von jungen und alten Mäusen haben die Berliner Forscher zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Stefanie Dimmeler, Goethe Universität Frankfurt, auf diese Weise untersucht. Damit entstand ein umfassender Zellatlas der Genaktivität in alten Herzen von Säugetieren.

Lesen Sie hierzu mehr:


13.01.2020 : Wie erhöhte Blutfettwerte Nieren und Gefäße schädigen

Erhöhte Triglyceride Im Blut führen dazu, dass Blutbahnen verstopfen und steigern somit das Risiko, frühzeitig aufgrund von Gefäßerkrankungen und Nierenschäden zu sterben.

Entzündungen im Körper werden nicht nur von Bakterien und Viren ausgelöst. Schon seit längerem ist bekannt, dass auch bestimmte Blutfette Entzündungen verursachen können. Patienten, bei denen diese Blutfettwerte erhöht sind, haben ein größeres Risiko, durch Nierenschäden oder Gefäßerkrankungen frühzeitig zu versterben. Dies hat ein internationales Forscherteam um Dr. Timo Speer von der Universität des Saarlandes nachgewiesen. Auf molekularer Ebene konnte die Forschergruppe aufzeigen, wie Blutfette in Körperzellen wirken und die körpereigene Abwehr auf schädliche Weise mobilisieren (siehe Nature Immunology, Online-Veröffentlichung am 9.12.2019)

Die Cholesterin-Werte haben Ärzte schon länger im Blick, wenn es um die Frage geht, wie das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen minimiert werden kann. Doch es gibt auch noch andere Blutfette, denen eine schädliche Wirkung zugesprochen wird. „Wir haben uns mit einer bestimmten Gruppe, den so genannten Triglyzeriden, beschäftigt. Wir konnten zeigen, dass diese körpereigene Substanz in einer erhöhten Konzentration die Abwehrzellen so verändert, dass der Körper ähnlich wie bei einer bakteriellen Infektion reagiert. Es entstehen Entzündungen, die im chronischen Verlauf die Nieren schädigen können oder zu einer Arterienverkalkung führen. Diese wiederum ist eine der Hauptursachen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, erklärt Timo Speer, promovierter Mediziner und Biologe an der Universität des Saarlandes und verantwortlicher Autor der Nature Immunology-Publikation.

Lesen Sie hierzu mehr:

01.11.2019: Nicht aus Angst vor Nierenschäden Kontrastmittelgabe ablehnen

Das Risiko eines Nierenschadens durch Kontrastmittel ist offenbar lange Zeit stark überschätzt worden. Nicht voreilig auf Kontrastmittel verzichten, raten daher Experten der DGIM.

Ohne Kontrastmittel sind bildgebende medizinische Verfahren oft nur wenig aussagekräftig oder gar unmöglich. Auch Eingriffe wie das Einsetzen von Stents  finden oft unter Kontrastmittelgabe statt. Umso beunruhigender ist es für Patienten, dass manche dieser Substanzen die Nieren  schädigen können. Wie aktuelle Studien und Metaanalysen nahelegen, ist dieses Risiko jedoch lange Zeit stark überschätzt worden. Jüngere Daten weisen darauf hin, dass die Mehrzahl akuter Nierenschäden nach Röntgen  gar nicht mit einer Kontrastmittel-Gabe in Verbindung stehen (siehe New England Journal of medicin 2019, Band 380, Seite 2146-2155).  Nicht voreilig auf Kontrastmittel zu verzichten - dazu raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auch im Rahmen der Initiative "klug entscheiden": Der Nutzen einer aussagekräftigen Röntgen-Untersuchung muss immer gegen das – relativ geringe – Risiko einer akuten Nierenschädigung abgewogen werden.

Lesen Sie hierzu mehr:


30.10.2019: Wenn das Gehen zur Qual wird

Durchblutungsstörungen in den Beinen können zu starken Schmerzen beim Gehen führen. Betroffene sollten Warnzeichen der sog. Schaufensterkrankheit unbedingt ernst nehmen.

Jeder fünfte über 65-Jährige leidet an der sogenannten Schaufensterkrankheit, einer Durchblutungsstörung in den Beinen. Ursache ist eine Arteriosklerose, eine Gefäßwandverkalkung. Die Schaufensterkrankheit, auch Claudicatio intermittens oder periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)  genannt, veranlasst Betroffene, das Gehen aufgrund von Wadenschmerzen immer wieder zu unterbrechen und stehen zu bleiben. Betroffene pAVK-Patienten haben ein vier- bis sechsfach erhöhtes Risiko für einen herzinfarkt oder Schlaganfall. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) anlässlich ihrer 35. Jahrestagung hin. „Leider wird die pAVK häufig verharmlost und unterschätzt“, warnt Prof. Dr. med. Dittmar Böckler, derzeit Präsident der DGG und Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. Deshalb erläutern Experten, welche Warnzeichen zu beachten sind, wohin sich Patienten bei Verdacht wenden sollten und wie der Verlust von Zehen oder Bein abgewendet werden kann.

Lesen Sie hierzu mehr:


27.09.2019: Für wen ist welcher Herzklappen-Ersatz geeignet?

Über Aortenklappen-Ersatz mit dem TAVI-Verfahren und weitere Therapiemöglichkeiten informieren Experten der Deutschen Herzstiftung.

Eine Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) zählt zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen in Deutschland. Etwa drei bis vier Prozent der 60- bis 70-Jährigen sowie bis zu zehn Prozent der über 80-Jährigen leiden darunter. Ist die Herzklappe so stark verengt, dass es zu Luftnot bei Belastung oder sogar in Ruhe kommt, raten Kardiologen in der Regel zu einem Ersatz der Herzklappe.

Bei der Standardoperation zur Behandlung der Aortenklappenstenose wird der Brustkorb eröffnet, der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und das Herz stillgelegt. Der Herzchirurg entfernt die krankhaft veränderte Klappe und ersetzt sie durch eine Klappenprothese; eine Reparatur ist hier seltener möglich. Dieses Verfahren wird seit Jahrzehnten angewendet, und es können mit ihm sehr gute langfristige Ergebnisse erzielt werden. Für inoperable Hochrisiko- und ältere Patienten (über 85 Jahre), für die nicht die Standardoperation in Frage kommt, steht seit rund 15 Jahren die schonendere kathetergestützte Aortenklappen-Implantation, kurz "TAVI" (abgekürzt aus dem Englischen: Transcatheter Aortic Valve Implantation) zur Verfügung, bei der die neue Herzklappe über einen Katheter ins Herz eingeführt wird.

Lesen Sie hierzu mehr:

 

19.08.2019: Gestörter Schlaf wird unterschätzt

Die Bedeutung von gutem Schlaf für die Gesundheit erläutert Dr. Olaf Göing, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg, in einem Interview.

Tiefer Schlaf ist wohltuend und wichtig für unsere Gesundheit. Trotzdem finden viele Menschen keine Ruhe, wälzen sich stundenlang hin und her. Welche Ursachen es für Schlafstörungen gibt, wie man diese erkennen und beheben kann und was jeder selbst für erholsamen Schlaf tun kann, erklärt Dr. Olaf Göing, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg.

Frage: Herr Dr. Göing, mehr als 30 Prozent unseres Lebens verbringen wir schlafend im Bett. Warum müssen wir das tun?

Antwort: „Diese Frage beschäftigt uns schon seit langer Zeit. Was wir heute wissen, ist, dass Schlaf für Menschen ein absolutes Grundbedürfnis ist. Er hat eine regenerative Funktion und bringt unseren ganzen Organismus wieder auf Vordermann. Vor allen aber wird der „Arbeitsspeicher“ unseres Gehirns gesäubert und für den nächsten Tag vorbereitet. Deshalb ist Schlaf so wichtig; dauerhafter Schlafentzug ist Folter und endet nach kurzer Zeit tödlich.“

Wie regenerieren wir, wenn wir schlafen?

 „Körperlich und seelisch-geistig. Körperlich findet eine „Wartung“ der Organsysteme statt. Der Körper hat endlich genug Zeit, Reinigungs- und Reparaturvorgänge sowie eine „Entgiftung“ der Organsysteme auf zellulärer Ebene durchzuführen. Seelisch-geistig verarbeiten wir im Schlaf Dinge, die wir tagsüber erlebt haben. Etwa, wenn uns ein berufliches Problem beschäftigt. Manchmal wachen wir am Morgen auf und haben dann plötzlich eine Lösung für ein Problem gefunden, das uns tags zuvor noch erhebliches Kopfzerbrechen bereitet hat. Dabei wird gleichzeitig der „Arbeitsspeicher“ unseres Gehirns von unnötigem Ballast befreit und neu formatiert.“

Was fehlt uns, wenn wir nicht schlafen?

„Nur, wenn wir ausreichend Schlaf finden, sind wir leistungsfähig und fühlen uns wohl – wir haben eben ausgeschlafen. Wer kaum schläft, altert auch schneller. Denn im Schlaf produziert unser Körper die meisten Wachstumshormone, die wir zur Zellerneuerung brauchen. Und im Schlaf laden wir unsere Energiereserven, die wir tagsüber verbraucht haben, wieder auf. Fehlt der Schlaf länger, drohen ernsthafte körperliche und psychische Krankheiten.“

Lesen Sie hierzu mehr:

 

16.08.2019: Neuer Therapieansatz fördert die Reparatur von Blutgefäßen nach Hirnschlag

Bestimmte Antikörper helfen nach einem Hirnschlag, die Blutgefäße im verletzten Areal zu erneuern. Dadurch lassen sich Bewegungsstörungen verringern, berichten Forschende der Universität Zürich.

In der Schweiz erleiden jedes Jahr rund 16‘000 Menschen einen Schlaganfall  (Hirnschlag), weltweit sind es 15 Millionen. Zwei Drittel der Betroffenen sterben oder bleiben dauerhaft pflegebedürftig, da das Gehirn nur begrenzt in der Lage ist, beschädigtes Gewebe oder neuronale Schaltkreise zu regenerieren. Medikamentöse Therapiemöglichkeiten, die Folgeschäden nach einem Hirnschlag verringern, sind bislang kaum verfügbar und Gegenstand intensiver Forschung.

Ein vielversprechender Ansatz, um das Wiedererlangen eingeschränkter Körperfunktionen zu fördern, zielt darauf ab, das Gefäßsystem im betroffenen Hirnbereich zu reparieren. Dieses versorgt das verletzte Gewebe mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Doch nach einem Hirnschlag hemmen verschiedene Mechanismen diese Reparatur. Im Mäusemodell zeigte eine Forschungsgruppe von Professor Martin Schwab an der Universität Zürich vor wenigen Jahren, dass beispielsweise das Signalmolekül Nogo-A nicht bloß das Wachstum von Nervenfasern verringert, sondern auch die Entwicklung von Blutgefäßen im Gehirn reguliert und so auch deren Reparatur bremsen könnte.

In einer neuen Studie mit Mäusen (siehe PNAS, Online-Veröffentlichung am 9.7.2019) deaktivierten die Forschenden das Nogo-A-Molekül respektive den korrespondierenden Rezeptor S1PR2 genetisch. Die Blutgefäße der so veränderten Tiere wuchsen nach einem Hirnschlag besser nach und sie waren motorisch geschickter als die Mäuse in der Vergleichsgruppe. Diese Resultate reproduzierten die Wissenschaftler in einem zweiten Schritt in einem therapeutischen Ansatz: Sie verabreichten Mäusen nach einem Hirnschlag Antikörper gegen das Nogo-A-Molekül. Auch dies führte zur Bildung eines robusten und funktionellen Netzwerks von Blutgefäßen rund um den betroffenen Hirnbereich. „Das Nervensystem der behandelten Mäuse erholte sich besser und ihre Bewegungen waren weniger eingeschränkt, was wir auf die Regeneration der Blutgefäße zurückführen“, erläutert Ruslan Rust, Erstautor und Neurowissenschaftler an der Universität Zürich.

Lesen Sie hierzu mehr:

 

07.06.2019: Neuer Messwert für Herzgesundheit

Die Auswurfzeit des Herzens ist offenbar ein vielversprechender Parameter, um die Mechanismen, die zu einer Herzschwäche führen, besser zu verstehen und den Therapieerfolg anzuzeigen.

Die Verlängerung der systolischen Auswurfzeit während der Anspannungs- und Auswurfphase der linken Herzkammer steht im Fokus neuer Studien zur Behandlung der Volkskrankheit Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Forscher im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) bestimmen entsprechende Normwerte für die Auswurfzeit.

Die meisten Medikamente, mit denen man heute eine Herzinsuffizienz behandelt, schirmen das Herz vor einer übermäßigen Aktivierung durch Blutdruckhormone wie Adrenalin ab. Neuere Therapieansätze verfolgen hingegen das Ziel, die Pumpkraft direkt durch Ansatz am Motor der Herzmuskelzellen zu erhöhen. Eines dieser Medikamente, Omecamtiv mecarbil, welches derzeit in einer großen internationalen Studie an Herzinsuffizienz-Patienten getestet wird, verlängert die Auswurfzeit des Herzens, die so genannte systolische Ejektionszeit. Dadurch können größere Mengen von Blut gepumpt und somit die Herzfunktion stabilisiert werden. Obwohl sehr frühe Arbeiten bereits geklärt haben, dass die Auswurfzeit bei einer Herzinsuffizienz verkürzt ist, so ist doch wenig darüber bekannt, durch welche anderen Faktoren die Auswurfzeit beeinflusst wird und wie sie sich durch verschiedene Therapien bei einer Herzinsuffizienz beeinflussen lässt. Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) haben sich daher dieser Fragen angenommen, ihre Daten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) in verschiedenen Vorträgen präsentiert und den 2. Platz im Young Investigator Award für das Themengebiet Herzinsuffizienz erzielt.

Lesen Sie hierzu mehr:

 

26.04.2019: Schmerzen in den Beinen ernst nehmen

Schmerzen die Beine beim Gehen - wie bei der Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit = pAVK) - kann dies ein Warnsignal für Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Es beginnt mit Schmerzen beim Gehen - häufig in den Waden:  Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)  sind die Arterien in Becken und Beinen verengt. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Da Betroffene aufgrund der Schmerzen häufig gezwungen werden stehen zu bleiben, wird die pAVK auch "Schaufensterkrankheit"  genannt.

In Deutschland leiden vier bis fünf Millionen Menschen an der tückischen Durchblutungsstörung der Gefäße (Arteriosklerose). „Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt, sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, besonders wenn Aufstehen für Linderung sorgt. Wird die pAVK nicht erkannt, bleiben möglicherweise auch Gefäßverengungen in anderen Körperregionen wie Halsschlagader, Gehirn, Nieren und Herzen unbehandelt. Die Folge sind z. B. Infarkte, wenn die Arteriosklerose stark vorangeschritten ist. Mit einer einfachen Untersuchung lässt sich der Zustand der Gefäße rasch feststellen.

Wird die pAVK nicht erkannt, verschlechtert sich die Durchblutung in den Bein- und Beckenarterien weiter und die Beschwerden nehmen zu. Ärzte teilen die pAVK je nach Schweregrad in vier Stadien ein: In Stadium I sind die Arterien  zwar verengt, verursachen aber noch keine Beschwerden. In Stadium II spüren Patienten die oben beschriebenen Schmerzen beim Gehen. In Stadium III treten die Schmerzen nicht nur bei Belastung, sondern bereits in Ruhe auf. „Folgenschwer wird es in Stadium IV“, warnt Prof. Dr. med. Dr. h. c. Klaus Mathias, Radiologe und Spezialist für Gefäßmedizin (Dortmund): „Geht die Durchblutung noch weiter zurück und stirbt das unterversorgte Gewebe ab, entsteht ein offenes Geschwür,  ein sog. Gangrän. Wird die Gefäßerkrankung hingegen rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, lässt sich solch ein dramatischer Verlauf oft verhindern.“

Lesen Sie hierzu mehr: