Herzlich Willkommen in der CardioPraxis Vilshofen

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Es erwartet Sie mit Prof. Dr. med. Rüdiger von Harsdorf ein Kardiologe mit jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung in leitenden Positionen in renommierten kardiologischen Fachkliniken wie in internationalen Forschungseinrichtungen.
Ein erfahrenes Team wird Sie aufmerksam betreuen und Ihnen hilfsbereit zur Seite stehen.
Zur Diagnose nutzen wir in unserer Praxis viele modernste Geräte und Behandlungsmethoden. Einige präventive und therapeutische Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen und TEE führt Prof. von Harsdorf für seine Patienten selbst im Klinikum Vilshofen durch.

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Urlaubszeiten der Praxis:


Winterferien:            2. bis 6. März 2020


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Neues aus der Medizin:

 

12.02.2020: Wichtiger Faktor des Alterns ist auch der Metabolismus

Wer im jungen bis mittleren Erwachsenenalter (bis zum 40. oder 50. Lebensjahr) weniger isst, wird voraussichtlich älter und das bei besserer Lebensqualität.

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Viele ältere Menschen plagen sich mit Schmerzen in Gelenken und Gewebestrukturen. Wie man das Altern verbessern und ohne allzu große Einschränkungen länger leben kann, darüber referiert Prof. K. Lenhard Rudolph auf dem 30. Kongress des Berufsverbandes für Arthroskopie (BVASK) in Düsseldorf.

Rudolph ist Leiter der Forschungsgruppe Stammzellalterung am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Er verrät: „Bei den Grundlagen des Alterns geht es um die Stammzellen. Sie sind in fast allen Geweben nachweisbar und leider lässt ihre Funktion im Alter nach.“ Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen werden mit jeder Zellteilung die Chromosomen immer instabiler, da die Telomere immer kürzer werden. Irgendwann sind sie so kurz, dass sich unsere Zellen nicht mehr teilen können und absterben. Je kürzer die Telomere, desto kürzer ist also noch die Lebenserwartung. Zum anderen verändert sich mit dem Altern die Blutzirkulation. Die Nischen im Gewebe, in denen die Stammzellen „sitzen“, altern auch, so dass sie die Stammzellen nicht mehr richtig steuern können.

Ein ganz wichtiger Faktor des Alterns ist auch der Metabolismus, der wiederum eng mit der Ernährung zusammenhängt. „Wir können unser Altern über Diät steuern“, so Rudolph. „Wer im jungen bis mittleren Erwachsenenalter, bis zum 40./50. Lebensjahr weniger isst, wird voraussichtlich älter und das bei besserer Lebensqualität“ Das heißt, auch Muskeln, Gewebe und Gelenke würden nicht so schnell altern und verschleißen. Und: sie könnten nach einer Operation wieder schneller heilen – trotz höheren Alters.

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29.01.2020: Wie das Herz altert

Im Alter verliert das Herz seinen hohen Organisationsgrad. Insbesondere Bindegewebszellen, die Fibroblasten, geraten zunehmend außer Kontrolle.

Alter gehört zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) haben nun erforscht, was tief im Herzen passiert, wenn es altert. Dafür haben sie in abertausenden alten und jungen Herzzellen untersucht, welche Gene in ihnen aktiv sind (siehe JCI Insight, Online-Veröffentlichung am 14.11.2019). Ihr Ergebnis: Im Alter verliert das Herz seinen hohen Organisationsgrad. Insbesondere Bindegewebszellen, die Fibroblasten, geraten zunehmend außer Kontrolle.

„Wir haben uns angeschaut, was im gesunden Herz passiert, wenn es unter standardisierten Bedingungen altert“, sagt Dr. Sascha Sauer vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin. Die Ergebnisse offenbaren, wo das alternde Herz besonders verletzlich ist und liefern damit auch eine mögliche Grundlage für neue therapeutische Ansatzpunkte.

Die Wissenschaftler setzten eine neue Methode ein, die Einzelzelltranskriptionsanalyse. Sie ermöglicht es, für jede Zelle gesondert zu analysieren, welche Gene in ihr abgelesen werden. Insgesamt rund 28.000 Herzzellen von jungen und alten Mäusen haben die Berliner Forscher zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Stefanie Dimmeler, Goethe Universität Frankfurt, auf diese Weise untersucht. Damit entstand ein umfassender Zellatlas der Genaktivität in alten Herzen von Säugetieren.

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13.01.2020 : Wie erhöhte Blutfettwerte Nieren und Gefäße schädigen

Erhöhte Triglyceride Im Blut führen dazu, dass Blutbahnen verstopfen und steigern somit das Risiko, frühzeitig aufgrund von Gefäßerkrankungen und Nierenschäden zu sterben.

Entzündungen im Körper werden nicht nur von Bakterien und Viren ausgelöst. Schon seit längerem ist bekannt, dass auch bestimmte Blutfette Entzündungen verursachen können. Patienten, bei denen diese Blutfettwerte erhöht sind, haben ein größeres Risiko, durch Nierenschäden oder Gefäßerkrankungen frühzeitig zu versterben. Dies hat ein internationales Forscherteam um Dr. Timo Speer von der Universität des Saarlandes nachgewiesen. Auf molekularer Ebene konnte die Forschergruppe aufzeigen, wie Blutfette in Körperzellen wirken und die körpereigene Abwehr auf schädliche Weise mobilisieren (siehe Nature Immunology, Online-Veröffentlichung am 9.12.2019)

Die Cholesterin-Werte haben Ärzte schon länger im Blick, wenn es um die Frage geht, wie das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen minimiert werden kann. Doch es gibt auch noch andere Blutfette, denen eine schädliche Wirkung zugesprochen wird. „Wir haben uns mit einer bestimmten Gruppe, den so genannten Triglyzeriden, beschäftigt. Wir konnten zeigen, dass diese körpereigene Substanz in einer erhöhten Konzentration die Abwehrzellen so verändert, dass der Körper ähnlich wie bei einer bakteriellen Infektion reagiert. Es entstehen Entzündungen, die im chronischen Verlauf die Nieren schädigen können oder zu einer Arterienverkalkung führen. Diese wiederum ist eine der Hauptursachen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, erklärt Timo Speer, promovierter Mediziner und Biologe an der Universität des Saarlandes und verantwortlicher Autor der Nature Immunology-Publikation.

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01.11.2019: Nicht aus Angst vor Nierenschäden Kontrastmittelgabe ablehnen

Das Risiko eines Nierenschadens durch Kontrastmittel ist offenbar lange Zeit stark überschätzt worden. Nicht voreilig auf Kontrastmittel verzichten, raten daher Experten der DGIM.

Ohne Kontrastmittel sind bildgebende medizinische Verfahren oft nur wenig aussagekräftig oder gar unmöglich. Auch Eingriffe wie das Einsetzen von Stents  finden oft unter Kontrastmittelgabe statt. Umso beunruhigender ist es für Patienten, dass manche dieser Substanzen die Nieren  schädigen können. Wie aktuelle Studien und Metaanalysen nahelegen, ist dieses Risiko jedoch lange Zeit stark überschätzt worden. Jüngere Daten weisen darauf hin, dass die Mehrzahl akuter Nierenschäden nach Röntgen  gar nicht mit einer Kontrastmittel-Gabe in Verbindung stehen (siehe New England Journal of medicin 2019, Band 380, Seite 2146-2155).  Nicht voreilig auf Kontrastmittel zu verzichten - dazu raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auch im Rahmen der Initiative "klug entscheiden": Der Nutzen einer aussagekräftigen Röntgen-Untersuchung muss immer gegen das – relativ geringe – Risiko einer akuten Nierenschädigung abgewogen werden.

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30.10.2019: Wenn das Gehen zur Qual wird

Durchblutungsstörungen in den Beinen können zu starken Schmerzen beim Gehen führen. Betroffene sollten Warnzeichen der sog. Schaufensterkrankheit unbedingt ernst nehmen.

Jeder fünfte über 65-Jährige leidet an der sogenannten Schaufensterkrankheit, einer Durchblutungsstörung in den Beinen. Ursache ist eine Arteriosklerose, eine Gefäßwandverkalkung. Die Schaufensterkrankheit, auch Claudicatio intermittens oder periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)  genannt, veranlasst Betroffene, das Gehen aufgrund von Wadenschmerzen immer wieder zu unterbrechen und stehen zu bleiben. Betroffene pAVK-Patienten haben ein vier- bis sechsfach erhöhtes Risiko für einen herzinfarkt oder Schlaganfall. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) anlässlich ihrer 35. Jahrestagung hin. „Leider wird die pAVK häufig verharmlost und unterschätzt“, warnt Prof. Dr. med. Dittmar Böckler, derzeit Präsident der DGG und Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. Deshalb erläutern Experten, welche Warnzeichen zu beachten sind, wohin sich Patienten bei Verdacht wenden sollten und wie der Verlust von Zehen oder Bein abgewendet werden kann.

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27.09.2019: Für wen ist welcher Herzklappen-Ersatz geeignet?

Über Aortenklappen-Ersatz mit dem TAVI-Verfahren und weitere Therapiemöglichkeiten informieren Experten der Deutschen Herzstiftung.

Eine Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) zählt zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen in Deutschland. Etwa drei bis vier Prozent der 60- bis 70-Jährigen sowie bis zu zehn Prozent der über 80-Jährigen leiden darunter. Ist die Herzklappe so stark verengt, dass es zu Luftnot bei Belastung oder sogar in Ruhe kommt, raten Kardiologen in der Regel zu einem Ersatz der Herzklappe.

Bei der Standardoperation zur Behandlung der Aortenklappenstenose wird der Brustkorb eröffnet, der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und das Herz stillgelegt. Der Herzchirurg entfernt die krankhaft veränderte Klappe und ersetzt sie durch eine Klappenprothese; eine Reparatur ist hier seltener möglich. Dieses Verfahren wird seit Jahrzehnten angewendet, und es können mit ihm sehr gute langfristige Ergebnisse erzielt werden. Für inoperable Hochrisiko- und ältere Patienten (über 85 Jahre), für die nicht die Standardoperation in Frage kommt, steht seit rund 15 Jahren die schonendere kathetergestützte Aortenklappen-Implantation, kurz "TAVI" (abgekürzt aus dem Englischen: Transcatheter Aortic Valve Implantation) zur Verfügung, bei der die neue Herzklappe über einen Katheter ins Herz eingeführt wird.

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19.08.2019: Gestörter Schlaf wird unterschätzt

Die Bedeutung von gutem Schlaf für die Gesundheit erläutert Dr. Olaf Göing, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg, in einem Interview.

Tiefer Schlaf ist wohltuend und wichtig für unsere Gesundheit. Trotzdem finden viele Menschen keine Ruhe, wälzen sich stundenlang hin und her. Welche Ursachen es für Schlafstörungen gibt, wie man diese erkennen und beheben kann und was jeder selbst für erholsamen Schlaf tun kann, erklärt Dr. Olaf Göing, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg.

Frage: Herr Dr. Göing, mehr als 30 Prozent unseres Lebens verbringen wir schlafend im Bett. Warum müssen wir das tun?

Antwort: „Diese Frage beschäftigt uns schon seit langer Zeit. Was wir heute wissen, ist, dass Schlaf für Menschen ein absolutes Grundbedürfnis ist. Er hat eine regenerative Funktion und bringt unseren ganzen Organismus wieder auf Vordermann. Vor allen aber wird der „Arbeitsspeicher“ unseres Gehirns gesäubert und für den nächsten Tag vorbereitet. Deshalb ist Schlaf so wichtig; dauerhafter Schlafentzug ist Folter und endet nach kurzer Zeit tödlich.“

Wie regenerieren wir, wenn wir schlafen?

 „Körperlich und seelisch-geistig. Körperlich findet eine „Wartung“ der Organsysteme statt. Der Körper hat endlich genug Zeit, Reinigungs- und Reparaturvorgänge sowie eine „Entgiftung“ der Organsysteme auf zellulärer Ebene durchzuführen. Seelisch-geistig verarbeiten wir im Schlaf Dinge, die wir tagsüber erlebt haben. Etwa, wenn uns ein berufliches Problem beschäftigt. Manchmal wachen wir am Morgen auf und haben dann plötzlich eine Lösung für ein Problem gefunden, das uns tags zuvor noch erhebliches Kopfzerbrechen bereitet hat. Dabei wird gleichzeitig der „Arbeitsspeicher“ unseres Gehirns von unnötigem Ballast befreit und neu formatiert.“

Was fehlt uns, wenn wir nicht schlafen?

„Nur, wenn wir ausreichend Schlaf finden, sind wir leistungsfähig und fühlen uns wohl – wir haben eben ausgeschlafen. Wer kaum schläft, altert auch schneller. Denn im Schlaf produziert unser Körper die meisten Wachstumshormone, die wir zur Zellerneuerung brauchen. Und im Schlaf laden wir unsere Energiereserven, die wir tagsüber verbraucht haben, wieder auf. Fehlt der Schlaf länger, drohen ernsthafte körperliche und psychische Krankheiten.“

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16.08.2019: Neuer Therapieansatz fördert die Reparatur von Blutgefäßen nach Hirnschlag

Bestimmte Antikörper helfen nach einem Hirnschlag, die Blutgefäße im verletzten Areal zu erneuern. Dadurch lassen sich Bewegungsstörungen verringern, berichten Forschende der Universität Zürich.

In der Schweiz erleiden jedes Jahr rund 16‘000 Menschen einen Schlaganfall  (Hirnschlag), weltweit sind es 15 Millionen. Zwei Drittel der Betroffenen sterben oder bleiben dauerhaft pflegebedürftig, da das Gehirn nur begrenzt in der Lage ist, beschädigtes Gewebe oder neuronale Schaltkreise zu regenerieren. Medikamentöse Therapiemöglichkeiten, die Folgeschäden nach einem Hirnschlag verringern, sind bislang kaum verfügbar und Gegenstand intensiver Forschung.

Ein vielversprechender Ansatz, um das Wiedererlangen eingeschränkter Körperfunktionen zu fördern, zielt darauf ab, das Gefäßsystem im betroffenen Hirnbereich zu reparieren. Dieses versorgt das verletzte Gewebe mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Doch nach einem Hirnschlag hemmen verschiedene Mechanismen diese Reparatur. Im Mäusemodell zeigte eine Forschungsgruppe von Professor Martin Schwab an der Universität Zürich vor wenigen Jahren, dass beispielsweise das Signalmolekül Nogo-A nicht bloß das Wachstum von Nervenfasern verringert, sondern auch die Entwicklung von Blutgefäßen im Gehirn reguliert und so auch deren Reparatur bremsen könnte.

In einer neuen Studie mit Mäusen (siehe PNAS, Online-Veröffentlichung am 9.7.2019) deaktivierten die Forschenden das Nogo-A-Molekül respektive den korrespondierenden Rezeptor S1PR2 genetisch. Die Blutgefäße der so veränderten Tiere wuchsen nach einem Hirnschlag besser nach und sie waren motorisch geschickter als die Mäuse in der Vergleichsgruppe. Diese Resultate reproduzierten die Wissenschaftler in einem zweiten Schritt in einem therapeutischen Ansatz: Sie verabreichten Mäusen nach einem Hirnschlag Antikörper gegen das Nogo-A-Molekül. Auch dies führte zur Bildung eines robusten und funktionellen Netzwerks von Blutgefäßen rund um den betroffenen Hirnbereich. „Das Nervensystem der behandelten Mäuse erholte sich besser und ihre Bewegungen waren weniger eingeschränkt, was wir auf die Regeneration der Blutgefäße zurückführen“, erläutert Ruslan Rust, Erstautor und Neurowissenschaftler an der Universität Zürich.

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07.06.2019: Neuer Messwert für Herzgesundheit

Die Auswurfzeit des Herzens ist offenbar ein vielversprechender Parameter, um die Mechanismen, die zu einer Herzschwäche führen, besser zu verstehen und den Therapieerfolg anzuzeigen.

Die Verlängerung der systolischen Auswurfzeit während der Anspannungs- und Auswurfphase der linken Herzkammer steht im Fokus neuer Studien zur Behandlung der Volkskrankheit Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Forscher im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) bestimmen entsprechende Normwerte für die Auswurfzeit.

Die meisten Medikamente, mit denen man heute eine Herzinsuffizienz behandelt, schirmen das Herz vor einer übermäßigen Aktivierung durch Blutdruckhormone wie Adrenalin ab. Neuere Therapieansätze verfolgen hingegen das Ziel, die Pumpkraft direkt durch Ansatz am Motor der Herzmuskelzellen zu erhöhen. Eines dieser Medikamente, Omecamtiv mecarbil, welches derzeit in einer großen internationalen Studie an Herzinsuffizienz-Patienten getestet wird, verlängert die Auswurfzeit des Herzens, die so genannte systolische Ejektionszeit. Dadurch können größere Mengen von Blut gepumpt und somit die Herzfunktion stabilisiert werden. Obwohl sehr frühe Arbeiten bereits geklärt haben, dass die Auswurfzeit bei einer Herzinsuffizienz verkürzt ist, so ist doch wenig darüber bekannt, durch welche anderen Faktoren die Auswurfzeit beeinflusst wird und wie sie sich durch verschiedene Therapien bei einer Herzinsuffizienz beeinflussen lässt. Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) haben sich daher dieser Fragen angenommen, ihre Daten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) in verschiedenen Vorträgen präsentiert und den 2. Platz im Young Investigator Award für das Themengebiet Herzinsuffizienz erzielt.

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26.04.2019: Schmerzen in den Beinen ernst nehmen

Schmerzen die Beine beim Gehen - wie bei der Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit = pAVK) - kann dies ein Warnsignal für Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Es beginnt mit Schmerzen beim Gehen - häufig in den Waden:  Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)  sind die Arterien in Becken und Beinen verengt. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Da Betroffene aufgrund der Schmerzen häufig gezwungen werden stehen zu bleiben, wird die pAVK auch "Schaufensterkrankheit"  genannt.

In Deutschland leiden vier bis fünf Millionen Menschen an der tückischen Durchblutungsstörung der Gefäße (Arteriosklerose). „Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt, sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, besonders wenn Aufstehen für Linderung sorgt. Wird die pAVK nicht erkannt, bleiben möglicherweise auch Gefäßverengungen in anderen Körperregionen wie Halsschlagader, Gehirn, Nieren und Herzen unbehandelt. Die Folge sind z. B. Infarkte, wenn die Arteriosklerose stark vorangeschritten ist. Mit einer einfachen Untersuchung lässt sich der Zustand der Gefäße rasch feststellen.

Wird die pAVK nicht erkannt, verschlechtert sich die Durchblutung in den Bein- und Beckenarterien weiter und die Beschwerden nehmen zu. Ärzte teilen die pAVK je nach Schweregrad in vier Stadien ein: In Stadium I sind die Arterien  zwar verengt, verursachen aber noch keine Beschwerden. In Stadium II spüren Patienten die oben beschriebenen Schmerzen beim Gehen. In Stadium III treten die Schmerzen nicht nur bei Belastung, sondern bereits in Ruhe auf. „Folgenschwer wird es in Stadium IV“, warnt Prof. Dr. med. Dr. h. c. Klaus Mathias, Radiologe und Spezialist für Gefäßmedizin (Dortmund): „Geht die Durchblutung noch weiter zurück und stirbt das unterversorgte Gewebe ab, entsteht ein offenes Geschwür,  ein sog. Gangrän. Wird die Gefäßerkrankung hingegen rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, lässt sich solch ein dramatischer Verlauf oft verhindern.“

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18.03.2019: Damit kein Kontrastmittel daneben geht

Kontrastmittel, die für eine Computer- oder Magnetresonanz-Tomografie gegeben werden, können Schäden verursachen, wenn sie versehentlich in das umliegende Gewebe eintreten.

Kontrastmittel, die im Rahmen einer Computertomografie oder Magnetresonanztomografie über die Venen oder Arterien injiziert werden, können Schäden verursachen, wenn sie in umliegendes Gewebe eintreten. Experten berichten, wie Ärzte am besten auf sogenannte Paravasate reagieren (siehe RoFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren 2019, Band 191/1, Seite 25-32).

Bei bis zu 0,9 Prozent aller Computertomographien (CTs) und bis zu 0,06 Prozent aller Magnetresonanztomographien (MRTs) kommt es zu einem Austritt des Kontrastmittels in die Umgebung der Einstichstelle. „Diese Zahlen klingen zunächst gering. Da es sich aber vor allem bei der kontrastmittelgestützten CT um eine sehr häufige Untersuchung handelt, begegnet man Paravasaten und ihren Komplikationen im Klinikalltag mehrmals wöchentlich“, erklärt Prof. Dr. Andreas Schreyer. Die Folgen reichen von einer Verfärbung und leichten Schwellung der Haut bis zu offenen Wunden oder einem Absterben des Gewebes. Im schlimmsten Fall könne auch eine Amputation notwendig werden.

„In der Praxis ist es wichtig, insbesondere komplizierte Verläufe frühzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln“, betont Schreyer, der bis vor Kurzem im Institut für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum Regensburg arbeitete und nun als Institutsdirektor Radiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) tätig ist. Bislang fehlten jedoch einheitliche Handlungsempfehlungen. Gemeinsam mit Dr. med. Veronika Mandlik und Prof. Dr. Dr. med. Lukas Prantl von der Klinik für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Regensburger St. Josef Krankenhauses hat er deshalb Veröffentlichungen zum Thema Kontrastmittel-Paravasate gesichtet und ausgewertet. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich auf die vergangenen 35 Jahre.

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11.02.2019 : Cholesterinsenker verringern braunes Fettgewebe

Statine reduzieren das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe, wie Wissenschaftler aus Zürich zeigen konnten. Trotzdem sollten diese Medikamente nun nicht verteufelt werden.

Ein Teil der erwachsenen Menschen besitzen nicht nur weißes, sondern auch braunes Fettgewebe.  Letzteres hilft, Zucker und Fett in Wärme zu verwandeln. Wer braunes Fettgewebe hat, kann seine Körperwärme im Winter besser regulieren und leidet weniger häufig an Übergewicht und an Diabetes. 

Ein internationales Team von Forschern unter der Leitung von Christian Wolfrum, Professor am Labor für translationale Ernährungsbiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich), hat nun herausgefunden, dass die Medikamentenklasse der Statine die Bildung von braunem Fettgewebe reduzieren. Statine senken den Cholesterinpegel im Blut und werden unter anderem zur Reduktion des Herzinfarktrisikos verschrieben. Sie gehören weltweit zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten.

Wolfrum und seine Kollegen erforschen schon seit Jahren das braune Fettgewebe. Sie gingen der Frage nach, wie aus den „schlechten“ weißen Fettzellen, welche das bekannte Fettpolster bilden, „gute“ braune Fettzellen entstehen. In Zellkultur-Experimenten haben sie nun herausgefunden: Eine zentrale Rolle bei dieser Umwandlung spielt der für die Herstellung von Cholesterin verantwortliche Stoffwechselweg. Als Schlüsselmolekül, das die Umwandlung reguliert, identifizierten die Wissenschaftler das Stoffwechselprodukt Geranylgeranyl-Pyrophosphat (siehe Cell Metabolism, Online-Veröffentlichung 14.12.2018).

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01.02.2019: Fünfmal pro Woche Schwitzen stärkt das Herz

Häufige Saunabesuche verbessern die Herzgesundheit: Wer mehrmals pro Woche und mit Ausdauer in der Sauna schwitzt, kann sein Risiko für tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (CVD) senken.

Je häufiger und länger man in der Sauna schwitzt, desto geringer ist einer finnischen Studie zufolge das Risiko, an einer akuten Herz-Kreislauf-Erkrankung  zu versterben (siehe Progress in Cardiovascular Diseases, 2018, Band 60/6, Seite: 635-641). Allerdings muss man hierfür schon die landestypische Mentalität mitbringen, denn für diesen Effekt reicht der wöchentliche Saunabesuch bei Weitem nicht aus.

Die traditionelle finnische Sauna ist heiß und trocken. In Kopfhöhe herrschen etwa 80–100°C, am Boden etwa 30°C.  Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 10–20%.

Die verschiedenen Vorteile des regelmäßigen Saunabadens für die Gesundheit sind schon in vielen Studien beschrieben worden. Dass sich die Schwitzerei lohnt, zeigen u. a. positive Effekte auf den Blutdruck, auf neurokognitive Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Schmerzen. Und ganz allgemein dient der Saunabesuch allen Gesunden zur Entspannung und Prävention.

Jetzt haben finnische Wissenschaftler den Einfluss regelmäßiger Saunagänge auf tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (CVD) unter die Lupe genommen. Hierzu bedienten sie sich der Daten der Kuopio Ischaemic Heart Disease-(KIHD-)Studie, einer prospektiven Kohortenstudie, in der die Saunagewohnheiten der Finnen sowie weitere Einflüsse auf kardiovaskuläre Erkrankungen untersucht wurden. Die 1688, durchschnittlich 63-jährigen Studienteilnehmer gaben in Fragebogen Auskunft zu ihren Saunagewohnheiten.

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02.01.2019: Erfolgreich gegen Typ-2-Diabetes ohne Tabletten

Mit einer stark kalorienreduzierten Kost, vermehrter körperlicher Aktivität und einer deutlichen Gewichtsabnahme lässt sich ein Typ-2-Diabetes ohne Tabletten in den Griff bekommen.

95 Prozent der rund sieben Millionen Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Die Betroffenen haben mehrheitlich auch Übergewicht, beziehungsweise Adipositas (starkes Übergewicht). Mit einer Änderung des Lebensstils kann es Diabetes-Patienten gelingen, die Stoffwechselerkrankung auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Eine aktuelle Studie (namens DiRECT = Diabetes Remission Clinical Trial) belegt, dass eine mittels Formula-Nahrung stark kalorienreduzierte Kost, vermehrte körperliche Aktivität und eine deutliche Gewichtsabnahme die Symptome des Diabetes Typ 2 erheblich (bis zur Remission, d.h. einer Krankheitsaktivität gleich null) verbessern können (siehe Lancet 2018, Bankd 391/10120, Seite 541-551). 

„Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden an einer Insulinresistenz, das heißt, ihre Bauchspeicheldrüsen produzieren zwar Insulin, jedoch wird es in zu geringen Mengen ausgeschüttet oder wirkt nicht mehr ausreichend an den Zielzellen“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer, Leiter der klinischen Arbeitsgruppe des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung DZD am Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke. „Neben einer genetischen Veranlagung, fördert vor allem Übergewicht,  also eine Verfettung der Organe und der Muskulatur, eine Insulinresistenz“, so Pfeiffer.

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