Herzlich Willkommen in der CardioPraxis Vilshofen

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Es erwartet Sie mit Prof. Dr. med. Rüdiger von Harsdorf ein Kardiologe mit jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung in leitenden Positionen in renommierten kardiologischen Fachkliniken wie in internationalen Forschungseinrichtungen.
Ein erfahrenes Team wird Sie aufmerksam betreuen und Ihnen hilfsbereit zur Seite stehen.
Zur Diagnose nutzen wir in unserer Praxis viele modernste Geräte und Behandlungsmethoden. Einige präventive und therapeutische Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen und TEE führt Prof. von Harsdorf für seine Patienten selbst im Klinikum Vilshofen durch.

Informieren Sie sich über unser Angebot hier auf unserer Homepage oder nehmen Sie gerne direkt zu uns Kontakt auf!

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Urlaubszeiten der Praxis:


Frühling:                     27. Mai bis 7. Juni 2019
Sommer:                      5. bis 16. August 2019


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Neues aus der Medizin:

26.04.2019: Schmerzen in den Beinen ernst nehmen

Schmerzen die Beine beim Gehen - wie bei der Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit = pAVK) - kann dies ein Warnsignal für Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Es beginnt mit Schmerzen beim Gehen - häufig in den Waden:  Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)  sind die Arterien in Becken und Beinen verengt. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Da Betroffene aufgrund der Schmerzen häufig gezwungen werden stehen zu bleiben, wird die pAVK auch "Schaufensterkrankheit"  genannt.

In Deutschland leiden vier bis fünf Millionen Menschen an der tückischen Durchblutungsstörung der Gefäße (Arteriosklerose). „Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt, sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, besonders wenn Aufstehen für Linderung sorgt. Wird die pAVK nicht erkannt, bleiben möglicherweise auch Gefäßverengungen in anderen Körperregionen wie Halsschlagader, Gehirn, Nieren und Herzen unbehandelt. Die Folge sind z. B. Infarkte, wenn die Arteriosklerose stark vorangeschritten ist. Mit einer einfachen Untersuchung lässt sich der Zustand der Gefäße rasch feststellen.

Wird die pAVK nicht erkannt, verschlechtert sich die Durchblutung in den Bein- und Beckenarterien weiter und die Beschwerden nehmen zu. Ärzte teilen die pAVK je nach Schweregrad in vier Stadien ein: In Stadium I sind die Arterien  zwar verengt, verursachen aber noch keine Beschwerden. In Stadium II spüren Patienten die oben beschriebenen Schmerzen beim Gehen. In Stadium III treten die Schmerzen nicht nur bei Belastung, sondern bereits in Ruhe auf. „Folgenschwer wird es in Stadium IV“, warnt Prof. Dr. med. Dr. h. c. Klaus Mathias, Radiologe und Spezialist für Gefäßmedizin (Dortmund): „Geht die Durchblutung noch weiter zurück und stirbt das unterversorgte Gewebe ab, entsteht ein offenes Geschwür,  ein sog. Gangrän. Wird die Gefäßerkrankung hingegen rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, lässt sich solch ein dramatischer Verlauf oft verhindern.“

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18.03.2019: Damit kein Kontrastmittel daneben geht

Kontrastmittel, die für eine Computer- oder Magnetresonanz-Tomografie gegeben werden, können Schäden verursachen, wenn sie versehentlich in das umliegende Gewebe eintreten.

Kontrastmittel, die im Rahmen einer Computertomografie oder Magnetresonanztomografie über die Venen oder Arterien injiziert werden, können Schäden verursachen, wenn sie in umliegendes Gewebe eintreten. Experten berichten, wie Ärzte am besten auf sogenannte Paravasate reagieren (siehe RoFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren 2019, Band 191/1, Seite 25-32).

Bei bis zu 0,9 Prozent aller Computertomographien (CTs) und bis zu 0,06 Prozent aller Magnetresonanztomographien (MRTs) kommt es zu einem Austritt des Kontrastmittels in die Umgebung der Einstichstelle. „Diese Zahlen klingen zunächst gering. Da es sich aber vor allem bei der kontrastmittelgestützten CT um eine sehr häufige Untersuchung handelt, begegnet man Paravasaten und ihren Komplikationen im Klinikalltag mehrmals wöchentlich“, erklärt Prof. Dr. Andreas Schreyer. Die Folgen reichen von einer Verfärbung und leichten Schwellung der Haut bis zu offenen Wunden oder einem Absterben des Gewebes. Im schlimmsten Fall könne auch eine Amputation notwendig werden.

„In der Praxis ist es wichtig, insbesondere komplizierte Verläufe frühzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln“, betont Schreyer, der bis vor Kurzem im Institut für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum Regensburg arbeitete und nun als Institutsdirektor Radiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) tätig ist. Bislang fehlten jedoch einheitliche Handlungsempfehlungen. Gemeinsam mit Dr. med. Veronika Mandlik und Prof. Dr. Dr. med. Lukas Prantl von der Klinik für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Regensburger St. Josef Krankenhauses hat er deshalb Veröffentlichungen zum Thema Kontrastmittel-Paravasate gesichtet und ausgewertet. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich auf die vergangenen 35 Jahre.

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11.02.2019 : Cholesterinsenker verringern braunes Fettgewebe

Statine reduzieren das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe, wie Wissenschaftler aus Zürich zeigen konnten. Trotzdem sollten diese Medikamente nun nicht verteufelt werden.

Ein Teil der erwachsenen Menschen besitzen nicht nur weißes, sondern auch braunes Fettgewebe.  Letzteres hilft, Zucker und Fett in Wärme zu verwandeln. Wer braunes Fettgewebe hat, kann seine Körperwärme im Winter besser regulieren und leidet weniger häufig an Übergewicht und an Diabetes. 

Ein internationales Team von Forschern unter der Leitung von Christian Wolfrum, Professor am Labor für translationale Ernährungsbiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich), hat nun herausgefunden, dass die Medikamentenklasse der Statine die Bildung von braunem Fettgewebe reduzieren. Statine senken den Cholesterinpegel im Blut und werden unter anderem zur Reduktion des Herzinfarktrisikos verschrieben. Sie gehören weltweit zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten.

Wolfrum und seine Kollegen erforschen schon seit Jahren das braune Fettgewebe. Sie gingen der Frage nach, wie aus den „schlechten“ weißen Fettzellen, welche das bekannte Fettpolster bilden, „gute“ braune Fettzellen entstehen. In Zellkultur-Experimenten haben sie nun herausgefunden: Eine zentrale Rolle bei dieser Umwandlung spielt der für die Herstellung von Cholesterin verantwortliche Stoffwechselweg. Als Schlüsselmolekül, das die Umwandlung reguliert, identifizierten die Wissenschaftler das Stoffwechselprodukt Geranylgeranyl-Pyrophosphat (siehe Cell Metabolism, Online-Veröffentlichung 14.12.2018).

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01.02.2019: Fünfmal pro Woche Schwitzen stärkt das Herz

Häufige Saunabesuche verbessern die Herzgesundheit: Wer mehrmals pro Woche und mit Ausdauer in der Sauna schwitzt, kann sein Risiko für tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (CVD) senken.

Je häufiger und länger man in der Sauna schwitzt, desto geringer ist einer finnischen Studie zufolge das Risiko, an einer akuten Herz-Kreislauf-Erkrankung  zu versterben (siehe Progress in Cardiovascular Diseases, 2018, Band 60/6, Seite: 635-641). Allerdings muss man hierfür schon die landestypische Mentalität mitbringen, denn für diesen Effekt reicht der wöchentliche Saunabesuch bei Weitem nicht aus.

Die traditionelle finnische Sauna ist heiß und trocken. In Kopfhöhe herrschen etwa 80–100°C, am Boden etwa 30°C.  Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 10–20%.

Die verschiedenen Vorteile des regelmäßigen Saunabadens für die Gesundheit sind schon in vielen Studien beschrieben worden. Dass sich die Schwitzerei lohnt, zeigen u. a. positive Effekte auf den Blutdruck, auf neurokognitive Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Schmerzen. Und ganz allgemein dient der Saunabesuch allen Gesunden zur Entspannung und Prävention.

Jetzt haben finnische Wissenschaftler den Einfluss regelmäßiger Saunagänge auf tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (CVD) unter die Lupe genommen. Hierzu bedienten sie sich der Daten der Kuopio Ischaemic Heart Disease-(KIHD-)Studie, einer prospektiven Kohortenstudie, in der die Saunagewohnheiten der Finnen sowie weitere Einflüsse auf kardiovaskuläre Erkrankungen untersucht wurden. Die 1688, durchschnittlich 63-jährigen Studienteilnehmer gaben in Fragebogen Auskunft zu ihren Saunagewohnheiten.

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02.01.2019: Erfolgreich gegen Typ-2-Diabetes ohne Tabletten

Mit einer stark kalorienreduzierten Kost, vermehrter körperlicher Aktivität und einer deutlichen Gewichtsabnahme lässt sich ein Typ-2-Diabetes ohne Tabletten in den Griff bekommen.

95 Prozent der rund sieben Millionen Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Die Betroffenen haben mehrheitlich auch Übergewicht, beziehungsweise Adipositas (starkes Übergewicht). Mit einer Änderung des Lebensstils kann es Diabetes-Patienten gelingen, die Stoffwechselerkrankung auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Eine aktuelle Studie (namens DiRECT = Diabetes Remission Clinical Trial) belegt, dass eine mittels Formula-Nahrung stark kalorienreduzierte Kost, vermehrte körperliche Aktivität und eine deutliche Gewichtsabnahme die Symptome des Diabetes Typ 2 erheblich (bis zur Remission, d.h. einer Krankheitsaktivität gleich null) verbessern können (siehe Lancet 2018, Bankd 391/10120, Seite 541-551). 

„Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden an einer Insulinresistenz, das heißt, ihre Bauchspeicheldrüsen produzieren zwar Insulin, jedoch wird es in zu geringen Mengen ausgeschüttet oder wirkt nicht mehr ausreichend an den Zielzellen“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer, Leiter der klinischen Arbeitsgruppe des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung DZD am Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke. „Neben einer genetischen Veranlagung, fördert vor allem Übergewicht,  also eine Verfettung der Organe und der Muskulatur, eine Insulinresistenz“, so Pfeiffer.

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12.12.2018: Frühstücken verringert auch das Risiko für Typ-2-Diabetes

Männer und Frauen, die im Erwachsenenalter auf das Frühstück verzichten, weisen ein 33 % höheres Risiko auf, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher am DDZ.

Rund 20% der deutschen Bevölkerung verzichtet morgens auf ihr Frühstück. In der Altersgruppe von 18-29 Jahren sind es sogar um die 50% der Menschen. Eine wissenschaftliche Auswertung am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) zeigt nun, dass Männer und Frauen, die im Erwachsenenalter auf das Frühstück verzichten, ein 33 % höheres Risiko aufweisen, an Typ-2Diabetes zu erkranken (siehe Journal of Nutrition, Online-Veröffentlichung am 9.11.2018).

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass der Verzicht auf ein Frühstück mit einem Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Allerdings konnte bislang nie nachgewiesen werden, in welchem Zusammenhang dies mit starkem Übergewicht (Adipositas) zusammenhängt. Adipositas ist ein bedeutender Risikofaktor für das Auftreten von Typ-2-Diabetes. Es konnte gezeigt werden, dass adipöse Menschen im Vergleich zu Normalgewichtigen häufiger auf das Frühstück verzichten. Darüber hinaus wird der Frühstücksverzicht mit einer Zunahme des Gewichts diskutiert.

Das Forscherteam um Dr. Sabrina Schlesinger, Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews am DDZ, verglich Männer und Frauen in sechs Langzeitstudien unter Berücksichtigung des Body-Mass-Index (BMI). Die Ergebnisse der Studie zeigen eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, d.h. mit steigender Anzahl der Tage, an denen nicht gefrühstückt wurde, stieg das Diabetesrisiko an. Das stärkste Risiko wurde für den Verzicht von Frühstück für 4-5 Tagen pro Woche beobachtet. Ab dem 5. Tag in Folge des Verzichts auf ein Frühstück wurde kein weiterer Anstieg im Risiko ermittelt. „Dieser Zusammenhang ist zum Teil auf den Einfluss des Übergewichts zurückzuführen. Selbst nach Berücksichtigung des BMIs ging der Frühstücksverzicht mit einem erhöhten Diabetesrisiko einher“, erläutert Dr. Sabrina Schlesinger.

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05.12.2018: Mehr Herzinfarkte bei starken Temperaturschwankungen

Starke Temperaturschwankungen von mehr als 17,7 ° C innerhalb von 24 Stunden führen zu einer erheblichen Zunahme von Herzinfarkten und instabiler Angina pectoris (akutes Koronarsyndrom).

Starke Temperaturschwankungen von mehr als 17,7 ° C innerhalb von 24 Stunden führen zu einer erheblichen Zunahme von Herzinfarkten und instabiler Angina pectoris. Das zeigt eine neue Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt wurde (ESC Abstract Nr. 86035 und Postersession 7). Am häufigsten sind Männer betroffen, berichten Prof. Dr. Dirk von Lewinski und Dr. Klemens Ablasser (Graz, A) auf dem Europäischen Kardiologiekongress.

Entgegen der ursprünglichen Annahme des Forscherteams zeigte sich in Bezug auf die Häufigkeit von aktuen Koronarsyndromen  kein statistisch relevanter Unterschied zwischen Tagen mit oder ohne Schneefall. Selbst an den Tagen nach Schneefall, an denen am ehesten von körperlicher Anstrengung beim Schneeschaufeln ausgegangen werden muss, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt nicht. Auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt beeinflussen das Auftreten von akuten Koronarsyndromen nicht signifikant, so Dr. Ablasser.

Die Forscher hatten für ihre Studie im Großraum Graz über einen Zeitraum von acht Jahren 18.075 Patienten mit akutem Koronarsyndromen eingeschlossen, die zur Behandlung in ein Herzkatheter-Labor kamen. Wetterdaten wurden ausgewertet, einschließlich stündlicher Aufzeichnungen von Schneefall, Niederschlag und Temperatur. Die in die Studie eingeschlossenen Personen waren im Durchschnitt 67 Jahre alt und zu 74 Prozent Männer.

Schnee und Kälte in den Wintermonaten machen nicht nur für viele das Leben beschwerlicher, sondern können für Menschen mit Herzkreislauferkrankungen lebensbedrohlich werden. Als Auslöser für einen Herzinfarkt wurden Schneefall und niedrige Temperaturen besonders in Zusammen mit körperlicher Belastung im Freien, wie zum Beispiel Schneeschaufeln, vermutet. In der neuen Studie konnte das, mit Ausnahme von starken Temperaturschwankungen, nicht bestätigt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

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15.10.2018: Blutgerinnsel effektiv und schonend per Ultraschall aufspüren

Per Ultraschall lassen Thrombosen sich gut erkennen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) zum Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober hin.

Zwischen 40.000 und 100.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland an einer Lungenembolie, die infolge einer Thrombose entsteht. Die Lungenembolie ist damit nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Anlässlich des Welt-Thrombose-Tags am Samstag, den 13. Oktober, machen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) auf die Diagnosemöglichkeiten per Ultraschall aufmerksam. Die Sonografie ist mittlerweile das Verfahren der ersten Wahl bei Thromboseverdacht. Sie ermöglicht eine exakte Darstellung des Blutgerinnsels und ist zudem besonders gesundheitsschonend. Wer Symptome der Thrombose, wie ein verstärktes Spannungsgefühl oder Schwere in den Beinen verspürt, sollte die Diagnostik wahrnehmen. 

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel, also ein Thrombus, in einem Blutgefäß oder direkt im Herzen. Dieser Blutpfropf behindert einerseits den Blutstrom, andererseits kann er sich lösen und mit dem Blutstrom verschleppt werden. „Eine rasche Diagnose und Behandlung der Thrombose sind sehr wichtig", betont Dr. med. Emilia Stegemann, Leiterin des DEGUM-Arbeitskreises Vaskulärer Ultraschall.

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03.09.2018: Zahl der Herzkrankheiten nimmt wieder zu

Trendumkehr bei der Häufigkeit von Herz-Kreislauferkrankungen: Nach einem starken Rückgang von Todesfällen um fast die Hälfte seit 1990 steige die Zahl seit 2015 wieder leicht an.

© DOC RABE Media - Fotolia

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Kardiologen sorgen sich um eine Zunahme der Herz-Kreislauferkrankungen. Nach einem starken Rückgang von Todesfällen um fast die Hälfte seit 1990 steige die Zahl seit 2015 wieder leicht an, berichtet die Chefärztin der Kardiologie am Klinikum München-Bogenhausen, Ellen Hoffmann, anlässlich des Kardiologen-Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vom 25. bis 29. August in München.

Der Fortschritt der Medizin bei der Öffnung verstopfter Adern, Herzschritt-machern, implantierbaren Defibrillatoren und künstlichen Herzklappen sei an eine Grenze gelangt. Zudem werde die Bevölkerung immer älter, erklärt Hoffmann. „Wir brauchen nun vor allem bessere Prävention.“

Weiterhin seien Herz-Kreislauferkrankungen mit einem Anteil von mehr als 38 Prozent die häufigste Todesursache in Deutschland. Vor allem Vorhofflimmern  nimmt rapide zu. Dabei funkt das Herz falsche Signale - die Folge ist plötzliches Herzrasen. Schon jetzt seien zwei Prozent der Menschen zwischen 50 und 60 Jahren von dieser Art der Rhythmusstörung betroffen, betont Hoffmann. „Es ist eine Volkskrankheit.“ Bei den über 75-Jährigen seien es zehn Prozent. „Das heißt, dass das Vorhofflimmern mit der Lebenserwartung steigt.“ Aber: „Es geht linear nach oben - so stark nimmt die Lebenserwartung nicht zu.“ Bis 2060 rechnen die Mediziner mit fast einer Verdoppelung der Fälle.

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01.08.2018: Hitzetipps für herzkranke und ältere Menschen

Hilfreiche Empfehlungen für Herzpatienten und Senioren zum Umgang mit der Sommerhitze hat die Deutsche Herzstiftung e.V. zusammengestellt.

Sommerliche Hitze mit sehr hohen Temperaturen über 30 Grad Celsius kann zur Herausforderung besonders für ältere Menschen und diejenigen werden, die bereits wegen Herz- oder Blutdruckproblemen in Behandlung sind. Mögliche Folgen der hohen Temperaturen sind Müdigkeit und Schwindel sowie Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufkollaps, außerdem Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe. „Diesen Folgen können Betroffene vorbeugen, indem sie mit ihrem behandelnden Arzt Vorsichtsmaßnahmen besprechen, die je nach Herzerkrankung unterschiedlich sein können, zum Beispiel Anpassung der Trinkmenge oder notwendige Dosierungsänderungen bei Medikamenten“, betont der Berliner Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Das Blut nimmt die übermäßige Wärme aus dem Körper auf und transportiert sie zu den kleinen Hautgefäßen, die wie „Kühlschlangen“ die Wärme an die Luft abführen. Je größer die Fläche der unbedeckten Haut, je kühler und trockener die vorbeistreichende Luft, und vor allem je mehr Blut vom Herzen durch die Hautgefäße gepumpt wird, desto mehr Wärme kann der Körper abgeben. Ein gesundes Herz kann diese Mehrbelastung problemlos bewältigen. Ein krankes Herz  dagegen kommt schneller an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. „Ältere Menschen und vor allem Patienten mit einer Herzschwäche sollten daher möglichst größere Hitze meiden, sich körperlich schonen und besonders darauf achten, sich sommerlich zu kleiden“, empfiehlt Prof. Andresen.

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20.07.2018: Entzündungen können auch depressive Verstimmungen fördern

Wenn die Darmschleimhaut infolge von Stress durchlässiger für Fremdstoffe wird, können stille Entzündungen entstehen, die uns das Glückshormon Serotonin entziehen und depressiv machen.

Depressive Verstimmungen können viele Ursachen haben – auch körperliche. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Schleimhaut in unserem Darm. Lässt sie zu viele Fremdstoffe durch, können stille Entzündungen entstehen, die uns das Glückshormon Serotonin entziehen.

Unser Körper ist ein komplexes System, in dem ein Rädchen ins andere greift. Auch Darm und Gehirn sind über mehrere Rädchen miteinander verbunden. Ist die Darmschleimhaut durchlässiger als normal, kann sich das negativ auf die Psyche  auswirken. Für eine zu durchlässige Darmschleimhaut können zum Beispiel chronischer Stress oder einer veränderte Darmflora verantwortlich sein. Dann können Schadstoffe, Allergene und bakterielle Zerfallsprodukte ins Gewebe und ins Blut gelangen. Bakterielle Zerfallsprodukte entstehen ganz natürlich in unserer Darmflora, da immer auch ein Teil der kurzlebigen Bakterien abstirbt.

Dringen die Stoffe in unser Körperinneres ein, hat das weitreichende Folgen: Die Stoffe lösen unterschwellige Entzündungen aus, die mit vielen chronischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen. Ärzte sprechen von einer stillen Entzündung (silent inflammation), die bei starkem Übergewicht genauso eine Rolle spielt wie bei depressiven Verstimmungen.

Die stillen Entzündungen wirken sich auf den Stoffwechsel aus und senken die Konzentration des Hormons Serotonins. Serotonin ist das Glückshormon des Körpers: es reguliert den Gefühlshaushalt und sorgt für gute Laune. Außerdem entspannt es, fördert den Schlaf und wirkt antidepressiv.

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18.07.2018: Auch eine Hormonerkrankung kann Diabetes verursachen

Stress- und Wachstumshormone können den Blutzuckerspiegel durcheinanderbringen. Deshalb sollten auch seltene Hormonerkrankungen als Ursache für Diabetes in Betracht gezogen werden.

Für die Diagnose von Diabetes ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel  ein zentraler Hinweis auf die Stoffwechselstörung. Die Ursachen dafür können auch in einer Überproduktion anderer lebensnotwendiger Hormone liegen. Gegenspieler des Insulins, das für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist, können den Zuckerstoffwechsel stark beeinflussen. Zum Beispiel können das Stresshormon Cortisol und Wachstumshormone in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, auch gut behandelbare Hormonerkrankungen wie Morbus Cushing  oder Akromegalie können dahinterstehen.

Wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist, überzählige Pfunde sich vor allem an Bauch, Hüften und Gesäß sammeln, sich das Gesicht vollmondförmig rundet, die Muskeln schwach werden und auf der Haut am Bauch Dehnungsstreifen sichtbar werden, dann ist ganz offensichtlich der Stoffwechsel aus der Balance geraten. „Jenseits von Übergewicht, mangelnder Bewegung oder familiärer Veranlagung können die Ursachen dafür hormoneller Art sein“, betont Prof. Dr. med. Matthias M. Weber, Leiter der Endokrinologie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Häufig wird aufgrund der zu hohen Blutzuckerwerte erst einmal „nur“ ein Diabetes diagnostiziert. Eine Hormonuntersuchung kann und sollte dann jedoch Klarheit über mögliche Ursachen bringen: Wird dabei beispielsweise ein Überschuss des Steroidhormons Cortisol festgestellt, kann ein Cushing-Syndrom diagnostiziert werden. Von der seltenen Hormonerkrankung sind in Deutschland etwa 3000 Menschen betroffen. „Ursache für das Zuviel an Cortisol ist meist ein gutartiger hormonproduzierender Knoten in der Hirnanhangdrüse. Diesen kann man heutzutage oft sehr gut operativ entfernen oder medikamentös behandeln“, erläutert Weber. Diabetes und Gewichtsprobleme können also in diesem Fall durch eine Operation geheilt werden.

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11.07.2018: Zielwerte bei Bluthochdruck - was ändert sich?

Die neuen Europäischen Leitlinien für Bluthochdruck halten an der Definition von ?140/90 mm Hg fest, empfehlen aber, eine Senkung in den Normalbereich (<130/80 mm Hg) anzustreben.

Auf dem Kongress der „European Society of Hypertension“ (ESH) wurden im Juni in Barcelona erstmals die neuen europäischen Leitlinien für die Behandlung von Bluthochdruck vorgestellt (siehe European Heart Journal 2018, Band 34/28, Seite: 2159-2219), die zusammen von der ESH und der European Society of Cardiology (ESC) erstellt wurden und deren Veröffentlichung im August erwartet wird. Die ESH/ESC-Leitlinie hält an der Definition von Bluthochdruck von 140/90 mm Hg fest und setzt verstärkt auf Prävention und Früherkennung: Menschen mit optimalen Blutdruckwerten unter 120/80 mm Hg sollen sich alle fünf Jahre eine Blutdruck-Screening-Messung unterziehen, Erwachsene mit hochnormalen Blutdruckwerten (130-139/85-89 mm Hg) mindestens jährlich. Die Therapietreue soll durch den Einsatz von Fixdosis-Kombinationen verbessert werden.

Prof. Dr. med. Peter Trenkwalder, Stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V. kommentiert: „Die US-Leitlinien definieren Bluthochdruck bereits ab Werten ?130/80 mm Hg, der Grenzwert wurde 2017 (u.a. als Reaktion auf die SPRINT-Studie) abgesenkt. Die europäische Leitlinienkommission hingegen sah für eine solche Empfehlung keine ausreichende Evidenz. Die neue Leitlinie sieht weiterhin vor, die Mehrzahl der Hypertoniker erst ab einem Blutdruck von 140/90 mm Hg medikamentös zu behandeln.“ Wie die vorherige Leitlinie differenziert sie zwischen einem optimalen Blutdruckbereich (<120/80 mm Hg), einem normalen (120-129/80-84 mm Hg) und einem hochnormalen (130-139/85-89 mm Hg). Erst darüber liegende Werte werden als krankhaft eingestuft und sollten medikamentös behandelt werden, wenn eine Lebensstiländerung, die bereits Patienten mit hochnormalen Werten empfohlen wird, keine Erfolge gezeigt hat.

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02.07.2018: Mehr Energie für schwache Herzen

Forscher der Charité wollen den bei Herzschwäche-Patienten gestörten Energiestoffwechsel behandeln und damit die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern.

Ein neues Konzept für die Behandlung der Herzschwäche untersuchen Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin in einer Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Sie wollen den bei Herzschwäche-Patienten gestörten Energiestoffwechsel behandeln und damit die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern.

Rund 70 Prozent der Patienten mit einer Herzschwäche haben eine Insulinresistenz. Das Hormon Insulin sorgt im Köper dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt, vor allem in die Muskel-, Fett- und Leberzellen. Sind Zellen insulinresistent, ist ihr Energiestoffwechsel gestört. Zucker, aber auch Fette, werden nicht mehr gut aufgenommen und genutzt. Davon sind auch die Herzmuskelzellen betroffen. „Mit unserer Studie wollen wir überprüfen, ob über einen verbesserten Energiestoffwechsel die Effizienz des Herzens bei Herzschwäche-Patienten wieder gesteigert werden kann“, berichtet Studienleiter und DZHK-Wissenschaftler Professor Dr. Dr. Wolfram Döhner von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Dafür erhalten die Herzschwäche-Patienten 24 Wochen lang den Arzneistoff Metformin. Es verbessert die Insulinsensitivität der Zellen und somit auch ihre Fähigkeit, Zucker aufzunehmen und daraus Energie zu gewinnen.

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27.06.2018: Gebrochene Herzen – wie man sie behandelt

Emotional stark belastende Ereignisse und Situationen können das sog. Broken-Heart-Syndrom hervorrufen. Wie man es am besten behandelt, darüber sind sich die Experten jetzt auch einig.

Extrem negative und positive Ereignisse können tatsächlich das Herz brechen. Die als Broken-Heart-Syndrom noch wenig bekannte Herzerkrankung kann lebensgefährlich sein, wird aber oft nicht erkannt. Kardiologen haben nun Diagnose- und Therapierichtlinien erarbeitet. Dabei waren Expertinnen und Experten aus dem UniversitätsSpital Zürich führend.

Das Broken-Heart- oder Takotsubo-Syndrom wurde erst vor wenigen Jahren als spezifische Herzerkrankung erkannt und beschrieben. Die Symptome der lebensgefährlichen Erkrankung sind denen anderer akuter Herzerkrankungen ähnlich, die Diagnose ist deshalb schwierig. Da die Krankheit lange Zeit wenig bekannt war, wurde sie zudem als vorübergehend und gutartig eingestuft. Unerkannt, zu spät oder falsch behandelt kann sie jedoch zum Tod führen.

Auslöser der akuten Herzprobleme sind emotional stark belastende Ereignisse und Situationen wie der Tod eines Angehörigen oder Arbeitsplatzverlust, aber auch ein Lottogewinn oder ein Heiratsantrag. Betroffen sind vorwiegend Frauen nach der Menopause.

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25.06.2018: Männer mit Testosteronmangel neigen auch zu Typ-2-Diabetes

Hypogonadismus - ein erheblicher Testosteronmangel, an dem fast jeder siebte Mann leidet - bleibt nicht ohne Folgen: Betroffene haben auch sehr viel häufiger Bluthochdruck und Diabetes.

„Fast jeder siebte Mann leidet unter einem erheblichen Testosteronmangel, mit Werten deutlich unter 2,5 ng/ml“, so PD Dr. med. Magnus Baumhäkel, Kardiologe und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG). Ein solch ausgeprägter Hypogonadismus bleibt nicht ohne Folgen: Unter anderem haben diese Männer sehr viel häufiger Bluthochdruck (+ 41%) sowie Diabetes (+ 68%), wie die Ende 2017 veröffentlichte 20.000er Testosteronstudie zeigte.

Ärzte sollten deshalb bei Diabetikern mit entsprechender Symptomatik, wie z.B. Abgeschlagenheit, erektiler Dysfunktion und Libidoverlust, ebenso an einen Hypogonadismus denken. Auf der anderen Seite sind Männer, auch wenn Sie vielleicht auf den ersten Blick nicht dem typischen übergewichtigen Risikopatienten entsprechen, aufgrund eines Testosteronmangels sehr viel häufiger Diabetiker.    

Internationale Arbeiten deuten zudem darauf hin, dass Männer mit einem Testosteronmangel und einem Typ-2-Diates früher versterben als Nicht-Diabetiker – im Schnitt haben Diabetiker mit Testosteronmangel ein um etwa  6-8% höheres Sterblichkeitsrisiko. „Deshalb empfehlen die aktuellen europäischen Leitlinien bei Männern mit Erektionsstörungen, Diabetes oder mit großem Übergewicht eine Testosteronbestimmung zur Abklärung eines Testosteronmangels“, erklärt PD Dr. med. Tobias Jäger, Urologe sowie Vorstandsmitglied der DGMG.

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22.06.2018: Lärm bringt das Herz aus dem Rhythmus

Lärmbelästigung durch verschiedene Quellen sind vor allem nachts mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern verbunden. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universitätsmedizin Mainz.

Mit steigender Lärmbelästigung nimmt die Häufigkeit von Vorhofflimmern stark zu. Das konnten Wissenschaftler des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz anhand von Daten der Gutenberg-Gesundheitsstudie nachweisen. Sie fanden heraus, dass die Häufigkeit von Vorhofflimmern bei extremer Lärmbelästigung bis auf 23 % anwächst, während dieser Wert ohne diesen Umwelteinfluss bei nur 15 % liegt. Betrachtet man den Anteil der Quellen extremer Lärmbelästigung, so stand der Fluglärm mit 84 % tagsüber und 69 % während des Schlafens an erster Stelle (siehe Journal of Cardiology, Online-Veröffentlichung am 29.3.2018).

Die Lärmbelästigung (im Englischen: Annoyance) ist der wichtigste Indikator für die Entscheidung, welche Geräuschbelastungen als erheblich oder unzumutbar angesehen werden müssen und eine gesundheitsschädigende Wirkung haben. Ärger, gestörter Schlaf, Erschöpfung und Stresssymptome durch Lärm beeinträchtigen auf Dauer Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensqualität. „Wir haben schon in mehreren Studien an gesunden Probanden, Patienten und auch in vorklinischen Studien den Zusammenhang zwischen Lärm und Gefäßerkrankungen nachweisen können. Bisher fehlten explizite Untersuchungen inwieweit es einen Zusammenhang zwischen Lärmbelästigung und Herzrhythmusstörungen gibt“, unterstreicht Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der Kardiologie I im Zentrum für Kardiologie und Senior Autor der Studie.

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11.06.2018: Regelmäßiges Alkohol-Trinken kann krank machen

Auch wenn regelmäßiger Alkoholkonsum in weiten Teilen Europas gesellschaftlich akzeptiert ist, so kann er trotzdem weitreichende gesundheitliche Folgen haben.

Für manchen gehört das Feierabendbier zum täglichen Abschaltritual. Aber auch vermeintlich geringe Mengen Alkohol können - täglich konsumiert - schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. „Was moderate Mengen Alkohol auslösen können, wird maßlos unterschätzt“, warnt Prof. Volker Ellenrieder, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen.

Moderater Konsum, damit meint der Arzt rund 40 bis 60 Gramm reiner Alkohol täglich. Das entspricht rund zwei bis drei Gläsern Bier oder Wein. „Wer das über Jahre so macht, riskiert nicht nur Leberschäden.“

Als Gastroenterologe hat Ellenrieder vor allem mit Patienten zu tun, bei denen der Alkohol die Bauchspeicheldrüse geschädigt hat. Dabei ist es vermutlich nicht nur das Gift an sich, das den Schaden anrichtet. „Der regelmäßige Konsum kann zu einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen“, sagt Ellenrieder. Und dies wiederum ist ein Hauptrisikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine Tumorart mit immer noch einer der schlechtesten Prognosen überhaupt.

Das Tückische: Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen sind nicht so leicht zu erkennen. Erst in einem späten Stadium zeigt sie sich durch eine massive Gewichtsabnahme, ständige Abgeschlagenheit, Durchfälle und hohe Anfälligkeit für Krankheiten.

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08.06.2018: Atemnot oder Leistungseinschränkung als Warnzeichen

Viele herzkranke Menschen kennen die krankheitstypischen Warnzeichen einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) nicht, sind allerdings besonders gefährdet, schleichend eine solche zu bekommen.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine unterschätzte Volkskrankheit. Allein in Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Mio. Menschen an einer Herzschwäche. Jährlich werden über 444.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, rund 45.000 sterben daran.

Chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen. In etwa 70 % der Fälle entwickelt sich die Herzschwäche aus der Koronaren Herzkrankheit (KHK) und Bluthochdruck, allein oder gemeinsam mit Diabetes. Aber auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung, Vorhofflimmern oder angeborene Herzfehler sind Ursachen der Herzschwäche. Beispiel Bluthochdruck: Hoher Blutdruck führt, wenn er nicht optimal eingestellt ist, durch die chronische Druckbelastung auf das Herz-zur Verdickung oder Versteifung des Herzmuskels und dadurch zur diastolischen Herzschwäche.

„Viele herzkranke Menschen kennen weder die Ursachen der Herzschwäche noch die krankheitstypischen Warnzeichen, mit denen sie sich bemerkbar macht. Besonders sie sind gefährdet, schleichend eine Herzschwäche zu bekommen, der Aufklärungsbedarf ist daher besonders groß“, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

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06.06.2018: Richtige Ernährung im Alter – so wichtig wie Medizin

Der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen bleibt auch mit zunehmendem Alter unverändert hoch. Senioren sollten sich insofern vor einer Mangel- und Fehlernährung in Acht nehmen.

Ernährungsgewohnheiten und der Stoffwechsel ändern sich mit dem Alter: Senioren über 70 sind körperlich meist nicht mehr so aktiv wie in jüngeren Jahren, Grundumsatz und Kalorienbedarf sinken, der Appetit nimmt ab. Dennoch bleibt der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen unverändert hoch. Vor einer möglichen Mangel- und Fehlernährung in den höheren Lebensjahren warnten daher die Internisten anlässlich ihres Jahreskongresses, der Mitte April in Mannheim stattfand.

Besonders deutlich werden die Besonderheiten des Alters am Beispiel des Vitamin D, das für den Kalziumhaushalt und den Knochenaufbau wichtig ist. Der Körper kann das Vitamin zwar selbst herstellen, benötigt hierfür aber den UV-B-Anteil des Sonnenlichts. Bei Senioren kommen nun zwei Probleme zusammen: Zum einen kann gealterte Haut weniger Vitamin D produzieren, zum anderen halten sich ältere Menschen in der Regel weniger oft im Freien auf – besonders, wenn sie pflegebedürftig oder gar bettlägerig sind. „Dann ist es unmöglich, den Bedarf aus natürlichen Lebensmitteln zu decken“, erklärt Prof. Dr. med. Jürgen M. Bauer, Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhauses Heidelberg, und rät Senioren daher zur Einnahme von Vitamin D-Präparaten.

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23.05.2018: Bestimmte Immunzellen tragen auch zu Arterienverkalkung bei

Schlaganfall und Herzinfarkt sind Todesursache Nr. 1 in den westlichen Ländern. Welche Zellen an Arterienverkalkung beteiligt sind, haben jetzt Würzburger Forscher herausgefunden.

Arterienverkalkung (Atherosklerose) stellt in westlichen Ländern die häufigste Krankheits- und Todesursache dar. In Deutschland ist sie mit dafür verantwortlich, dass jedes Jahr rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt  und gut 270.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Schätzungen gehen davon aus, dass eine Atherosklerose in diesen Ländern für gut die Hälfte aller Todesfälle verantwortlich ist.

Bei der Suche nach den Auslösern dieser Krankheit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg jetzt einen Fortschritt erzielt: Sie haben in den betroffenen Gefäßen die Immunzellpopulationen genauer untersucht, die in dem Krankheitsgeschehen eine wichtige Rolle spielen (siehe Circulation Research, Online-Veröffentlichung am 15.3.2018). 

„Wir haben mit Hilfe der Einzelzell-RNA-Sequenzierung drei unterschiedliche Makrophagen-Populationen identifiziert, die auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf die Entwicklung einer Atherosklerose nehmen könnten. Darunter ist auch eine bisher nicht beschriebene Makrophagen-Population“, schildert Clement Cochain das zentrale Ergebnis der aktuell veröffentlichten Studie. Diese Populationen waren zu unterschiedlichen Phasen der Krankheit und auch in unterschiedlichen Modellen der Erkrankung nachweisbar.

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21.05.2018: Schon wenige Minuten Bewegung pro Tag senken das Diabetes-Risiko

Wer es schafft, täglich 7 bis 8 Minuten zügig spazieren zu gehen, reduziert sein Risiko für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen um 20 Prozent.

Bereits wenige Minuten Bewegung am Tag können die schlimmsten Folgewirkungen eines starken Übergewichts (Adipositas) mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern. „Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass bereits ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität die schlimmsten Folgewirkungen der Adipositas mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern kann“, berichtet Prof. Dr. Martin Halle (München) auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. „Wer täglich sieben bis acht Minuten zügig spazieren geht, reduziert sein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes bereits um 20 Prozent.“

Allerdings sollte dieses Minimalprogramm wirklich zügig – also mit einer deutlichen Zusatzbelastung für das Herz – durchgeführt werden, weil nur so die Ausschüttung von risikominimierenden Hormonen in den Muskeln aktiviert wird. Zum anderen sollte dieses Programm tatsächlich täglich absolviert werden. Wer das schafft, darf schon nach 6 bis 8 Wochen mit einem deutlich verbesserten Muskelstoffwechsel, einer erhöhten Elastizität der Gefäße und einer wieder gesteigerten diastolischen Herzfunktion rechnen. „In Summe sind die Effekte mit jenen vergleichbar, die sich mit einer über zwei Jahre kontinuierlich verteilten Gewichtsabnahme von 20 Kilo erzielen lassen“, berichtet Prof. Halle.

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27.04.2018: Verstärkte Ängste können auch vor Herzattacke schützen

Menschen, die unter krankhaft verstärkten Ängsten leiden, nehmen Symptome eines Herzinfarkts früher ernst und lassen sich schneller behandeln. Das verbessert ihre Überlebenschance.

Menschen mit Angststörungen leider unter starken Ängsten, die unabhängig von einer echten Gefahr auftreten. Sie fürchten sich oft vor Alltagssituationen, was ihr Leben sehr belasten kann. Ein erhöhtes Risiko für Herz-und Kreislauferkrankungen können unter anderem die Folgen sein. Doch in akuten Notsituationen ist Angst seit Urzeiten auch ein wirkungsvoller Schutzmechanismus. Dass sogar eine Angststörung bei einem Herzinfarkt  helfen kann, fand ein Team um Prof. Karl-Heinz Ladwig von der Technischen Universität München (TUM) und dem Helmholtz Zentrum München heraus (siehe Clinical Research in Cardiology, Online-Vorabveröffentlichung am 30.1.2018).

Für die Untersuchung nutzten sie Daten aus der sog. MEDEA-Studie (Munich Examination of Delay in Patients Experiencing Acute Myocardial Infarction), in der 619 Infarktpatienten noch im Krankenhaus innerhalb von 24 Stunden nach Verlassen der Intensivstation befragt und weitere Daten wie die Ankunftszeit in der Klinik und der Krankheitsverlauf erhoben wurden. Je früher nach einem Infarkt eine medikamentöse Therapie beginnt, umso geringer sind die Schäden am Herzen, die späteren gesundheitlichen Einschränkungen und die Wahrscheinlichkeit zu sterben.

Rund 12 Prozent der Erkrankten in der Studie litten unter einer Angststörung. Es zeigte sich, dass sie in der akuten Herzinfarkt-Situation schneller reagierten und früher in die Notaufnahmen kamen. Besonders deutlich war der Zeitunterschied zwischen weiblichen Infarktpatienten ohne und mit Angststörungen: im Durchschnitt erreichten Letztere 112 Minuten nach Infarktbeginn die Klinik, während die Vergleichsgruppe ohne Angststörung rund zwei Stunden länger brauchte. Viele wissenschaftliche Studien haben zeigen können, dass bei einem akuten Herzinfarkt schon jede halbe Stunde für das Überleben entscheidend ist, erklärt Karl-Heinz Ladwig.

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25.04.2018: Bestimmte Immunzellen tragen auch zu Arterienverkalkung bei

Schlaganfall und Herzinfarkt sind Todesursache Nr. 1 in den westlichen Ländern. Welche Zellen an Arterienverkalkung beteiligt sind, haben jetzt Würzburger Forscher herausgefunden.

Arterienverkalkung (Atherosklerose) stellt in westlichen Ländern die häufigste Krankheits- und Todesursache dar. In Deutschland ist sie mit dafür verantwortlich, dass jedes Jahr rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt und gut 270.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Schätzungen gehen davon aus, dass eine Atherosklerose in diesen Ländern für gut die Hälfte aller Todesfälle verantwortlich ist.

Bei der Suche nach den Auslösern dieser Krankheit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg jetzt einen Fortschritt erzielt: Sie haben in den betroffenen Gefäßen die Immunzellpopulationen genauer untersucht, die in dem Krankheitsgeschehen eine wichtige Rolle spielen (siehe Circulation Research, Online-Veröffentlichung am 15.3.2018).

„Wir haben mit Hilfe der Einzelzell-RNA-Sequenzierung drei unterschiedliche Makrophagen-Populationen identifiziert, die auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf die Entwicklung einer Atherosklerose nehmen könnten. Darunter ist auch eine bisher nicht beschriebene Makrophagen-Population“, schildert Clement Cochain das zentrale Ergebnis der aktuell veröffentlichten Studie. Diese Populationen waren zu unterschiedlichen Phasen der Krankheit und auch in unterschiedlichen Modellen der Erkrankung nachweisbar.

Die Studie wurde von Professorin Alma Zernecke-Madsen mit ihrem Team am Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin II an der Würzburger Universitätsklinik  in enger Zusammenarbeit mit dem Team um Dr. Emmanuel Saliba am 2017 an der Universität Würzburg gegründeten Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI), einem Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) , durchgeführt.

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20.04.2018: Entzündungsreaktion nach Schlaganfall beschleunigt Arterienverkalkung

Ein erster Schlaganfall erhöht das Risiko für nachfolgende Schlaganfälle. Die Ursache dafür und der Mechanismus der zugrundeliegenden Entzündungsreaktion wurden jetzt aufgeklärt.

Schlaganfall ist nach wie vor eine der Haupttodesursachen in entwickelten Ländern. Nach einem ersten Schlaganfall ist das Risiko für ein weiteres Ereignis über Jahre hin erhöht (hohe Schlaganfall­Rezidivrate). Frühere Studien zeigten auf, dass insbesondere eine Arterienverkalkung (Atherosklerose) in den großen Blutgefäßen deutlich mit dem Wiederauftreten eines Schlaganfalls (Rezidiv) assoziiert wird. Atherosklerose ist eine chronische Entzündung der Arterienwände, in dessen Verlauf es zur Bildung von atherosklerotischen Plaques (Gefäßverkalkungen) kommt. Diese können zu Rissen in der Blutgefäßwand führen und Infarkte in den Endorgangen, etwa im Gehirn, verursachen.

Welche Mechanismen dieser erhöhten Rezidivrate nach Schlaganfall aufgrund einer Atherosklerose zugrunde liegen, war bislang allerdings unbekannt. Schlaganfall selbst führt zu einer komplexen Immunreaktionskette (einer sog. multiphasischen Immunkaskade des systemischen Immunkompartiments). Bereits wenige Stunden nach einem Schlaganfall kommt es zu einer sterilen Entzündung. Diese Entzündung lässt sich auch nach Wochen sowohl in Patienten als auch in Mäusen nachweisen. Ein Grund hierfür sind sogenannte Alarmine, wie in einer vorhergehenden Arbeit der Arbeitsgruppe von Dr. Artur Liesz am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung bereits gezeigt werden konnte. Alarmine sind verschiedenste Moleküle (Proteine, DNA, etc.), die von sterbenden Hirnzellen in die Blutzirkulation ausgeschüttet werden. Hier können sie über bestimmte Rezeptoren (sogenannte Pattern Recognition Receptors) verschiedenste (Immun)-Zellen aktivieren.

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16.04.2018: So kann das Herz auch im Alter jung bleiben

Wer möglichst frühzeitig auf einen gesunden Lebensstil achtet und die bekannten Risikofaktoren konsequent vermeidet, kann einer vorzeitigen Alterung von Herz und Gefäßen vorbeugen.

Viele Beschwerden, die als „normale“ Alterserscheinungen gelten, sind in Wahrheit Endpunkte eines schleichenden Krankheitsprozesses: Übergewicht  und  Bewegungsmangel bringen die Blutfettwerte in Schieflage und erhöhen das Diabetesrisiko. Damit Hand in Hand gehen oft Bluthochdruck, Schäden an den Gefäßwänden und Arteriosklerose, die letztlich auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Höhe treiben. Wie dieser Prozess verlangsamt und insbesondere das Herz länger gesund erhalten werden kann, erläuterten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auf einer Pressekonferenz in Berlin. 

Dass das Herz im Alter immer schwächer und anfälliger wird, schien lange Zeit unausweichlich zu sein. „Es wird aber immer deutlicher, dass man solche Alterserscheinungen nicht einfach hinnehmen muss“, erklärt Prof. Dr. med. Ursula Müller-Werdan, die den Schwerpunkt Geriatrie der Inneren Medizin an der Berliner Charité leitet. Vielmehr lägen den schleichenden Alterungsprozessen, die sich an den verschiedenen Organen vollziehen, und den dann scheinbar unvermittelt auftretenden Alterskrankheiten ähnliche Entstehungsmechanismen zugrunde.

Für das Herz heißt das: Wer die bekannten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Leiden vermeidet, beugt auch einer vorzeitigen Alterung von Herz und Gefäßen vor. Die Liste der schädlichen Einflüsse, denen es entgegenzuwirken gilt, ist heute allgemein bekannt und oft wiederholt worden: Zigarettenrauch, Übergewicht und körperliche Inaktivität zählen dabei zu denjenigen Faktoren, die der Einzelne vermeiden oder gegen die er aktiv vorgehen kann. Andere Risikofaktoren können nicht immer vermieden werden – sie sollten aber frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werden, um das Herz zu schützen. Dazu zählen etwa ein Diabetes,  ein bereits bestehender Bluthochdruck, chronische Entzündungsprozesse oder hohe LDL-Cholesterinwerte. 

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11.04.2018: Auch ein schneller Anstieg von Stickoxiden erhöht das Herzinfarktrisiko

Das akute Herzinfarktrisiko verdoppelt sich in etwa, wenn die Stickoxidkonzen-tration innerhalb eines Tages um 20 Mikrogramm pro Kubikmeter ansteigt. Das berichten Forscher aus Jena.

Seit längerem ist bekannt, das hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft der Gesundheit schaden und unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. In einer epidemiologischen Studie wiesen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena jetzt nach, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt (siehe European Journal of Preventive Cardiology, Online-Veröffentlichung am 1.1.2018). Dynamische Anstiege der Luftverschmutzung sind durch europäische Grenzwerte allerdings bisher nicht erfasst.

In ihrem aktuellen Bericht zur Luftqualität listet die Europäische Umweltbehörde unter anderem die Lebensjahre auf, die die Luftverschmutzung die Bevölkerung schätzungsweise kostet. Demnach sollen die Europäer im Jahr 2016 insgesamt über 800.000 Lebensjahre verloren haben wegen der Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid – bei konservativer Rechnung. Dieses Gas entsteht in der Europäischen Union vor allem in Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen und insbesondere von Diesel-PKWs sowie in Heizanlagen, es reizt und schädigt nachweislich die Atmungsorgane und erhöht das Herzinfarktrisiko. Die europaweit geltenden Grenzwerte, 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als maximaler Stundenwert und 40 Mikrogramm im Jahresmittel, werden deshalb mit einem dichten Netz vom Messpunkten überwacht.

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28.03.2018: So riskant ist inneres Bauchfett

Ein paar kleine Speckröllchen sind kein Problem. Wer aber eine feste Wampe vor sich herschiebt, hat vermutlich zu viel inneres Bauchfett angesammelt. Und das kann richtig gefährlich werden.

Zeitweise sah es so aus, als würde der Bierbauch rehabilitiert. Unter dem Hashtag #dad bod („Papa-Körper“) lag ein bisschen Wampe plötzlich im Trend. Wer nicht Gefahr laufen will, krank zu werden, sollte es aber bei diesem Bisschen belassen. Denn Bauchspeck ist riskant. Wird man ihn nicht alsbald wieder los, droht das sogenannte tödliche Quartett bzw. ein metabolisches Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

Eine füllige Leibesmitte macht nicht nur Probleme beim Hemdkauf - sie zeigt im Zweifelsfall auch, dass Organe wie Herz, Leber und Darm von Fettzellen umgeben sind. Das Problem: Bauchfett hat einen sehr umtriebigen Stoffwechsel, der Hunderte schädlicher Botenstoffe produziert und freisetzt, erklärt der Hamburger Internist und Ernährungsmediziner Matthias Riedl.

Die Botenstoffe setzen Entzündungsprozesse in Gang. „Es kann zu toxischen Ansammlungen in der Leber und schlimmstenfalls zu Leberversagen kommen“, warnt Prof. Matthias Blüher, Endokrinologe am Universitätsklinikum Leipzig. Wenn zum Bauchfett auch noch ein zu hoher Blutdruck, veränderte Fettstoffwechselwerte und ein erhöhter Blutzucker kommen, sprechen Ärzte vom metabolischen Syndrom.

Schon drei der vier Faktoren erhöhen das Risiko für einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das metabolische Syndrom wird deshalb auch als tödliches Quartett bezeichnet. Darüber hinaus begünstigt zu viel Bauchfett die Entstehung von Diabetes. Und auch das Risiko für einen Tumor  ist höher.

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19.03.2018: Bei mangelnder Schonung nach Grippe droht Herzmuskelentzündung

Bei anhaltender Schwäche nach einer überstandenen Grippe besteht der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung. Das sollte man vom Arzt abklären lassen.

Wer sich mehr als zwei Wochen nach einer Grippe immer noch ständig schlapp fühlt, sollte das vom Arzt abklären lassen. Müssen Betroffene etwa bei Spaziergängen immer noch Pausen einlegen, obwohl sie dies sonst nicht machen, ist das ein Alarmsignal. Es könnte sein, dass der Infekt das Herz in Mitleidenschaft gezogen hat. Weitere Anzeichen für eine Herzmuskelentzündung sind Wasseransammlungen in den Beinen, ein Druckgefühl in der Brust oder ein unregelmäßiger Herzschlag, informiert die Deutsche Herzstiftung.

Ein Stück weit vorbeugen lässt sich einer Herzmuskelentzündung, indem man sich gut auskuriert. Körperlich belasten sollten sich Betroffene erst, wenn das Fieber  vergangen ist und auch Symptome wie Husten und Gliederschmerzen abgeklungen sind. Schonung ist auch noch angesagt, solange sich jemand schwach und abgeschlagen fühlt.

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05.03.2018: Was ist effektiver: Low-Fat-Diät oder Low-Carb-Diät?

Auf welche Weise nehme ich am besten ab? Und entscheiden meine Gene mit über den Diäterfolg? Eine Studie gibt Antworten - und wirft neue Fragen auf.

Low-Fat, Low-Carb, Ananas-, Steinzeit- und Mittelmeerdiät  oder einfach nur „FdH: Friss die Hälfte“. Wer Gewicht verlieren möchte, hat schon bei der Auswahl der Diät die Qual der Wahl. Was die Sache nicht leichter macht: Einige neuere Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass man bei der Entscheidung nicht nur die persönlichen Vorlieben, sondern womöglich auch das persönliche Genprofil berücksichtigen sollte. Demnach beeinflussen genetisch festgelegte Stoffwechsel-Eigenschaften, wie gut jemand auf eine bestimmte Diät anspricht. Schlimmstenfalls wären alle Mühen umsonst, wenn eine ausgewählte Diät nicht zum persönlichen Profil passt.

Dieses Prinzip scheint allerdings noch fern praktikabler Umsetzung zu sein: Einer neuen Studie US-amerikanischer Wissenschaftler zufolge spielen bisher berücksichtigte Gen-Merkmale zumindest im Vergleich zwischen einer kohlenhydratarmen (low-carb) und einer fettarmen (low-fat) Ernährung keine Rolle für den Abnehm-Erfolg. Generell helfen beide Diät-Arten gleich gut oder schlecht beim Abspecken.

Das Team um Christopher Gardner von der Stanford University Medical School (US-Staat Kalifornien) hatte 609 übergewichtige Studienteilnehmer zwischen 18 und 50 Jahren auf zwei Gruppen verteilt. Die eine aß ein Jahr lang fettarme, die andere kohlenhydratarme Kost. Bei der fettarmen Ernährung wird der Verzehr von fetthaltigen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Wurst und Schokolade eingeschränkt. So wird die aufgenommene Menge an kalorienreichem Fett gebremst - man sollte abnehmen.

Bei der Low-Carb-Diät sind kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, aber auch Obst und viele Gemüsesorten weitgehend tabu. Der Gedanke dahinter: Kohlenhydrate werden im Körper in Glukose umgewandelt, der Blutzuckerspiegel steigt. Um dem zu begegnen, schüttet der Körper Insulin  aus, welches den Zucker in die Zellen befördert. Viele Kohlenhydrate führen zu einer starken Insulinausschüttung und in der Folge zu einem raschen Absinken des Blutzuckerspiegels, was dann wieder ein Hungergefühl auslöst.

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02.03.2018: Wie viel Fleisch ist noch gesund?

Fleisch enthält wichtige Nährstoffe. Problematisch wird es aber, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Und das tun die meisten Deutschen - jedenfalls statistisch gesehen.

Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf Fleisch oder essen zumindest weniger davon. Man könnte glatt meinen, Deutschland mutiere zu einer Nation von Vegetariern, Veganern und Flexitariern. Doch noch immer essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch wie empfohlen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind es pro Kopf und Jahr rund 60 Kilogramm Fleisch und Wurstwaren. Das ist eindeutig zu viel, sagen Experten - gesunde Ernährung sieht anders aus. Die DGE empfiehlt, pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst zu essen. Das entspricht 31 Kilogramm pro Kopf und Jahr, erklärt DGE-Sprecherin Antje Gahl.

Ganz aufs Tier verzichten muss nicht, wer sich ausgewogen ernähren will: Fleisch enthält nämlich wichtige Nährstoffe: hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Aber wie so oft kommt es auf das richtige Maß an. In Wurst steckt meist viel Fett. „Zusätzlich wird beim Zubereiten von Fleisch noch Fett dazu gegeben, zum Beispiel beim Braten und noch mehr beim Panieren“, erläutert Gabriele Janthur, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale NRW. Wie ungesund das ist, hängt auch davon ab, wie viel sich jemand bewegt. Die Rechnung ist einfach: Wer mehr Energie - zum Beispiel in Form von Fett - zu sich nimmt, als er verbraucht, wird dick.

In Fleisch steckt zudem Cholesterin,  das Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen kann. „Die ebenfalls enthaltenen Purine erhöhen die Hernsäure  im Blut und können einen Gichtanfall auslösen", betont Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Wer sehr viel rotes Fleisch isst, erhöht womöglich sein Risiko für Darmkrebs. 

Zum roten Fleisch gehören Fleisch und Fleischerzeugnisse vom Rind, Schaf, Ziege oder Schwein. Der Verzehr von weißem Fleisch, etwa Geflügel, geht dagegen nicht mit einem höheren Krebsrisiko einher.

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14.02.2018: Herzinfarkt kann auch das Gehirn schädigen

Ein Herzinfarkt kann nicht nur eine Entzündung am Herzmuskel verursachen, sondern auch eine Entzündungsreaktion im Gehirn (Neuroinflammation) nach sich ziehen.

Ein sonst unkomplizierter Herzinfarkt kann auch das Gehirn beeinträchtigen. Das fanden Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) heraus. Unter der Leitung von Professor Dr. Frank Bengel, Direktor der MHH-Klinik für Nuklearmedizin, konnten sie mit hochmodernen Bildgebungstechniken zeigen, dass ein Herzinfarkt nicht nur eine Entzündung am Herzmuskel, sondern auch eine Entzündungsreaktion im Gehirn (Neuroinflammation) mit sich bringt (siehe  Journal of the American College of Cardiology 2018, Band 71/3, Seite: 263-275).

Die Entzündung am Herzmuskel, die nach Herzinfarkt stattfindet, soll zur Heilung beitragen. Sie führt aber bei einer überschießenden Reaktion zu einer weiteren Schädigung und Verschlechterung der Herzfunktion (Herzschwäche). Bisher wurde angenommen, dass dieser Prozess im Wesentlichen auf das Herz  beschränkt ist. Die Ergebnisse der MHH-Forscher zeigen nun jedoch, dass unmittelbar nach einem Infarkt sowie auch im Falle einer später entstehenden Herzschwäche das Gehirn mit einbezogen ist. Diese Vernetzung zwischen Herz und Gehirn wird wohl über das Immunsystem vermittelt. Andere Organe wie Leber oder Nieren scheinen nicht gleichermaßen betroffen zu sein.

„Diese enge Verbindung zwischen der Entzündung von Herz und Hirn ist neu und wichtig, weil andere Studien gezeigt haben, dass eine Entzündungsreaktion im Gehirn Gedächtnisstörungen und die Entwicklung von Demenz fördern kann“, erläutert Prof. Bengel. Die Auswirkungen von Herzerkrankungen auf die Gehirnfunktion müssen deshalb in Zukunft noch genauer betrachtet und bei der Entwicklung von neuen Behandlungen, die auf eine verbesserte Heilung abzielen, eingeschlossen werden. Prof. Dr. Johann Bauersachs und Prof. Dr. Kai Wollert aus der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie haben das Projekt unterstützt. Beide glauben, dass es künftig möglich sein wird, mit entzündungshemmenden Medikamenten nicht nur die Herzinfarktheilung, sondern auch die Entzündung im Gehirn günstig zu beeinflussen.

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